Bei einer Messerattacke in einer Bankfiliale in Regensburg ist ein Mann tödlich verletzt worden. Der mutmaßliche Angreifer wurde festgenommen. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberpfalz handelt es sich um einen 20 Jahre alten Deutschen. Er blieb beim Zugriff durch Spezialkräfte unverletzt.
Der Verdächtige wurde in dem Gebäude festgenommen, in dem er zuvor einen anderen Mann mit einem Messer tödlich attackiert haben soll. Zwei weitere Menschen, die sich noch in der Filiale befanden, brachten Spezialkräfte später in Sicherheit.
Polizei durchsucht Gebäude weiter
Die Maßnahmen am Tatort dauern weiter an. Nach Polizeiangaben wird das Gebäude noch abgesucht. Die Ermittler gehen derzeit weiterhin von einem Einzeltäter aus. Hinweise auf einen zweiten Verdächtigen gibt es nach aktuellem Stand nicht.
Zeitweise war auch eine Geiselnahme befürchtet worden, weil zunächst unklar war, wie viele Menschen sich noch in dem Gebäude aufhielten. Inzwischen ermittelt die Polizei wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls.
Zum Opfer wurden zunächst keine weiteren Details bekannt. Die Einsatzkräfte hatten anfangs nur Blickkontakt zu dem lebensgefährlich verletzten Mann. Später konnten Rettungskräfte ihn erstversorgen und in ein Krankenhaus bringen. Dort starb er wenig später an seinen Verletzungen.
Großaufgebot rund um die Bank
Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Neben einem Hubschrauber wurde auch ein Spezialeinsatzkommando alarmiert. Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt.
Die Bank liegt im Erdgeschoss eines größeren Gebäudekomplexes im Regensburger Westen, in den oberen Stockwerken befinden sich Wohnungen. Der Schutz der Bevölkerung habe oberste Priorität, betonte die Polizei. Anwohner und Passanten wurden aufgefordert, die Umgebung des Tatorts weiträumig zu meiden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber