Bayern

Donauausbau: Jetzt ist Bauabschnitt zwei entschieden

Donau-Umbau mit Millionen: Was der Ausbau zwischen Deggendorf und Vilshofen für Schiffe, Anwohner und Natur bringt

18.05.2026, 12:41 Uhr

Die Planungen für den weiteren Ausbau der Donau in Niederbayern sind einen Schritt vorangekommen. Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Würzburg hat den Planfeststellungsbeschluss für den zweiten Bauabschnitt zwischen Deggendorf und Vilshofen im Landkreis Passau veröffentlicht. Das teilte die staatliche Planungsgesellschaft mit.

Der erste Abschnitt zwischen Straubing und Deggendorf befindet sich bereits seit längerer Zeit in der Umsetzung. Für das Gesamtprojekt werden einschließlich der vorgesehenen Naturschutzmaßnahmen Kosten von rund zwei Milliarden Euro veranschlagt. Parallel dazu wird der Hochwasserschutz in der Region ausgebaut, nachdem es dort in der Vergangenheit mehrfach schwere Überschwemmungen gegeben hatte.

Ausbau soll Schifffahrt verlässlicher machen

Der Ausbau der Donau zwischen Straubing und Vilshofen war über Jahrzehnte hinweg stark umstritten. Zunächst stand eine Kanalisierung im Raum. Umweltverbände lehnten zusätzliche Staustufen auf der etwa 69 Kilometer langen Strecke jedoch entschieden ab. Später fiel die Entscheidung für einen naturnäheren Ausbau ohne neue Stauwerke.

Auslöser für das Vorhaben ist vor allem, dass auf diesem Donauabschnitt bei Trockenheit regelmäßig Niedrigwasser auftritt. Dann können Frachtschiffe die Strecke teils gar nicht oder nur mit eingeschränkter Ladung befahren. Künftig soll die Fahrrinne durchgehend mehr Tiefe haben. Dafür sind unter anderem Buhnen und weitere wasserbauliche Anlagen vorgesehen, die den Fluss regulieren.

Donauausbau bei Straubing
Zeitweise behindert Niedrigwasser die Schifffahrt auf der Donau. (Archivbild) Quelle: Armin Weigel/dpa

Deiche auf etwa 30 Kilometern geplant

Mit dem Ausbau des 32 Kilometer langen Abschnitts zwischen Deggendorf und Vilshofen soll auch der Schutz der Anliegergemeinden vor Hochwasser verbessert werden. Einige Maßnahmen zur Vermeidung von Überschwemmungen wurden bereits in den vergangenen Jahren vorgezogen. Zusätzlich sollen nun auf rund 30 Kilometern Deiche neu gebaut oder verstärkt werden.

Der Planfeststellungsbeschluss kann ab sofort von Bürgerinnen und Bürgern sowie von Umweltorganisationen eingesehen werden. Innerhalb eines Monats besteht die Möglichkeit, dagegen beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig Klage einzureichen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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