Bayern

Bayreuths Plan: Produktionen künftig zu Geld machen

Bayreuths umjubelte und umstrittene Opern sollen bald auf Reisen gehen – was hinter dem überraschenden Festspiel-Plan steckt.

22.07.2026, 13:28 Uhr

Bayreuther Festspielproduktionen sollen künftig nicht mehr ausschließlich auf dem Grünen Hügel zu sehen sein. Festspielleiterin Katharina Wagner sagte der „Welt“, die Inszenierungen müssten stärker unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit geplant werden. Ziel sei es, Bühnenproduktionen so anzulegen, dass sie nach ihrer Einsatzzeit in Bayreuth weiterverwendet, verliehen oder verkauft werden können.

Für das kommende Jahr sind in Bayreuth gleich zwei neue Produktionen vorgesehen: „Parsifal“ und „Lohengrin“. Damit komme man den Erwartungen des Publikums entgegen, erklärte Wagner. Das Interesse an neuen Deutungen und frischen künstlerischen Ansätzen sei deutlich größer als an Wiederaufnahmen bereits bekannter Inszenierungen.

In diesem Jahr begehen die Bayreuther Festspiele ein besonderes Jubiläum: Vor 150 Jahren wurden dort erstmals die Festspiele von Richard Wagner (1813–1883) veranstaltet. Die diesjährige Eröffnung ist für Samstag, den 25. Juli, mit Beethovens 9. Symphonie geplant. Den Festvortrag werde ihre Cousine Nike Wagner halten, kündigte Katharina Wagner an. Diese werde sich, so ihre Erwartung, in ihrer gewohnt pointierten und klugen Weise auch kritisch mit der 150-jährigen Geschichte der Festspiele auseinandersetzen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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