Der 37 Jahre alte Mann, der im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Tötungsdelikt an einem 14-Jährigen im Allgäu nach Polizeischüssen starb, war den Justizbehörden bereits zuvor bekannt. Nach Angaben einer Sprecherin der Staatsanwaltschaft Memmingen war er in Deutschland zweimal rechtskräftig zu Geldstrafen verurteilt worden: 2021 wegen Sachbeschädigung und 2026 wegen unerlaubten Aufenthalts ohne Pass.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge wurde der Verdächtige im von Israel besetzten Westjordanland geboren. Welche Staatsangehörigkeit er hatte, sei bislang nicht geklärt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ob er sich zuletzt rechtmäßig in Deutschland aufhielt, sollte von der Zentralen Ausländerbehörde der Regierung von Schwaben beantwortet werden. Eine Stellungnahme von dort lag zunächst nicht vor.
Am Ort, an dem die Leiche gefunden wurde, soll der Mann zunächst Polizeibeamte mit einem Messer angegriffen haben. Nachdem er kurz geflüchtet war, trafen ihn die Einsatzkräfte erneut an. Als sie ihn festnehmen wollten, sei er mit dem Messer auf die Beamten zugegangen. Daraufhin gaben diese mehrere Schüsse ab. Laut Polizei erlag der 37-Jährige am Montagabend im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion