Baden-Württemberg

Abstiegs-Drama vor dem Finale: Wer rettet sich in letzter Sekunde – und wen trifft der bittere Sturz?

Showdown im Tabellenkeller: Für acht Vereine wird es jetzt richtig brenzlig. Am letzten Spieltag droht das ganz große Zittern – und vielleicht sogar ein echtes Endspiel.

23.04.2026, 07:45 Uhr

Abstiegskampf in der Bundesliga spitzt sich zu

In der Fußball-Bundesliga beginnt die heiße Phase der Saison. Bayern München hat den Meistertitel bereits sicher, doch im Tabellenkeller ist die Lage weiter hochspannend. Zahlreiche Vereine müssen noch um den Verbleib in der Liga zittern. Schon an diesem Wochenende könnten die Begegnungen VfL Wolfsburg gegen Borussia Mönchengladbach sowie 1. FC Heidenheim gegen FC St. Pauli richtungsweisend sein.

Besonders dramatisch ist die Situation in Heidenheim: Sollte der FCH gegen den Tabellenrivalen aus Hamburg verlieren, wäre der Abstieg besiegelt. Für St. Pauli könnte am letzten Spieltag sogar ein direktes Duell um den zweiten festen Abstiegsplatz bevorstehen.

1. FC Union Berlin (32 Punkte, 34:52 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Beim Debüt von Cheftrainerin Marie-Louise Eta zeigte Union trotz der 1:2-Niederlage gegen Wolfsburg eine deutlich verbesserte Offensive. Zudem verfügt der Hauptstadtclub vor den letzten vier Spielen noch über einen soliden Vorsprung auf die Abstiegsränge.

Was dagegen spricht:
Gerade gegen direkte Konkurrenten hat sich Union in dieser Saison oft schwergetan. Mit Köln, Augsburg und Mainz warten zudem noch unangenehme Aufgaben – darunter auch ein Wiedersehen mit Ex-Coach Urs Fischer.

1. FC Köln (31 Punkte, 44:51 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Unter Trainer René Wagner hat sich der FC gefestigt. Fünf Partien in Folge blieb Köln ohne Niederlage. Nach dem wichtigen 1:1 gegen St. Pauli scheint der Vorsprung von fünf Punkten auf den Relegationsrang ein gutes Polster zu sein.

Was dagegen spricht:
Das Restprogramm ist anspruchsvoll. Zunächst wartet das Derby bei Bayer Leverkusen, zum Saisonabschluss geht es außerdem noch zum bereits feststehenden Meister Bayern München.

Borussia Mönchengladbach (31 Punkte, 36:50 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Fünf Zähler Abstand auf den Relegationsplatz und das bessere Torverhältnis gegenüber St. Pauli sprechen für die Borussia. Mit einem Sieg beim Vorletzten Wolfsburg könnte Gladbach einen gewaltigen Schritt Richtung Ligaverbleib machen.

Was dagegen spricht:
Zuletzt ließ das Team von Eugen Polanski gerade gegen direkte Konkurrenten wichtige Punkte liegen. Weder gegen Heidenheim noch gegen Mainz gelang ein Heimsieg. Seit vier Spielen wartet Gladbach auf einen Erfolg.

Hamburger SV (31 Punkte, 33:48 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Trotz der schwachen Ergebnisse besitzt der HSV weiterhin fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Im Umfeld des Aufsteigers bleibt es ruhig, Trainer Merlin Polzin genießt Rückendeckung, und innerhalb der Mannschaft ist der Zusammenhalt groß.

Was dagegen spricht:
Nur ein Sieg aus den vergangenen neun Spielen spricht eine klare Sprache. Auch die Leistungen waren zuletzt rückläufig. Hinzu kommt der Ausfall von Luka Vuskovic, der zu den stärksten Spielern zählte und womöglich bis Saisonende fehlt.

Werder Bremen (31 Punkte, 35:53 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Seit Daniel Thioune das Team übernommen hat, wirkt Werder stabiler. Auch personell hat sich die Lage entspannt. Der Erfolg im Nordderby gegen den HSV dürfte zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben.

Was dagegen spricht:
In der Offensive fehlt es Bremen weiterhin an Durchschlagskraft. Zudem ist das Restprogramm heikel: Mit Stuttgart, Hoffenheim und Dortmund warten noch drei Teams, die um die Champions-League-Plätze kämpfen.

FC St. Pauli (26 Punkte, 26:51 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Der Spielplan bietet Chancen. Zunächst geht es nach Heidenheim zum Tabellenletzten, am letzten Spieltag empfängt St. Pauli den derzeitigen Vorletzten Wolfsburg. Zudem herrscht im Verein und im Umfeld vergleichsweise viel Ruhe, ernsthafte Trainerdiskussionen um Alexander Blessin blieben aus.

Was dagegen spricht:
Die Formkurve zeigt klar nach unten. Seit den beiden Siegen im Februar gegen Bremen und Hoffenheim holte St. Pauli in sechs Spielen nur drei Punkte. Mit lediglich 26 Treffern stellt das Team die schwächste Offensive der Liga, und auch die Defensive ist längst nicht mehr so stabil wie in der Vorsaison.

VfL Wolfsburg (24 Punkte, 41:66 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
Der 2:1-Erfolg bei Union Berlin hat neue Hoffnung gebracht – es war der erste Sieg nach zwölf Spielen. Mit Dieter Hecking steht ein erfahrener Trainer an der Seitenlinie, und individuell ist der Kader gut besetzt. Die verbleibenden Partien gegen Gladbach und St. Pauli bieten direkte Chancen im Abstiegskampf.

Was dagegen spricht:
Trotz der Qualität im Aufgebot ist es in dieser Saison keinem der drei Trainer gelungen, aus dem Team eine gefestigte Einheit zu formen. Vor allem in der Defensive hat Wolfsburg große Probleme. Zudem fehlt Kapitän und Führungsspieler Maximilian Arnold angeschlagen.

1. FC Heidenheim (19 Punkte, 33:66 Tore)

Was für den Klassenerhalt spricht:
In Heidenheim scheint man sich mental bereits seit Längerem auf eine schwierige Lage eingestellt zu haben. Das könnte den Druck etwas mindern. Vor der Niederlage in Freiburg war die Mannschaft immerhin drei Spiele in Folge ungeschlagen geblieben.

Was dagegen spricht:
Nur vier Siege in der gesamten Saison und sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sprechen klar gegen den FCH. Sollte das Heimspiel gegen St. Pauli verloren gehen, wäre der Abstieg sofort besiegelt. Danach wartet auch noch das Auswärtsspiel beim FC Bayern. Realistisch bleibt nur noch die Hoffnung auf die Relegation.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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