Kultur

Rock im Park: So läuft das Mega-Spektakel

80.000 Fans, 32 km Zaun, 125.000 Essen: Was hinter Rock im Park alles läuft – und warum es für Fans richtig teuer wird.

04.06.2026, 04:00 Uhr

Rock im Park startet ausverkauft in Nürnberg

Ab Freitag wird in Nürnberg wieder drei Tage lang bei Rock im Park gefeiert. Wer sich spontan noch ein Ticket sichern wollte, hat in diesem Jahr keine Chance mehr: Das Festival ist komplett ausverkauft. Die Veranstalter rechnen täglich mit rund 80.000 Besucherinnen und Besuchern. Dafür wurde das Gelände in diesem Jahr auf die bislang größte Fläche erweitert. Hinter den Kulissen laufen deshalb seit Wochen umfangreiche Vorbereitungen, damit die rund 70 Konzerte möglichst reibungslos ablaufen.

Das Festivalareal mitten in der Stadt umfasst nach Angaben der Veranstalter etwa 200 Hektar. Dazu zählen das ehemalige Reichsparteitagsgelände, der Volksfestplatz sowie angrenzende Parks und Parkplätze. Der Bereich direkt an den Bühnen mache dabei nur einen kleinen Teil aus, sagte Festivaldirektorin Cathi Krämer. Hinzu kommen zahlreiche Campingflächen sowie Stellplätze für etwa 100 Schlafbusse und 120 Lastwagen der Bands.

Große Herausforderung für die Logistik

Seit rund vier Wochen arbeiten laut Festivalleitung Hunderte Mitarbeitende am Aufbau. Auf dem Gelände wurden unter anderem 32 Kilometer Zaun errichtet, 60 Kilometer Stromkabel verlegt und 40.000 Quadratmeter Bodenabdeckungen ausgelegt. Allein für den Bau der beiden großen Bühnen und von sechs Technik-Türmen sind 90 Gerüstbauer im Einsatz.

Auch Anreise, Sicherheit und Versorgung der Gäste verlangen eine präzise Organisation. Von einer Sicherheitszentrale aus werden sowohl das Festivalgelände als auch das Verkehrsaufkommen überwacht. Nach Angaben des Bayerischen Roten Kreuzes stehen diesmal mehr als 1.700 Rettungskräfte bereit. In einer Großküche werden während der drei Festivaltage insgesamt 125.000 Portionen für Mitarbeitende und Dienstleister gekocht. Für die Künstlerinnen und Künstler kommen weitere 2.500 Mahlzeiten hinzu. Sogar eine eigene Festival-Wäscherei gehört zur Infrastruktur des Open Airs.

Diese Kosten kommen auf Fans zu

Für ein Wochenendticket zahlten die Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr im Schnitt 300 Euro. Laut Krämer liegt der Preis damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Enthalten sind drei Tage Livemusik mit Headlinern wie Iron Maiden und Linkin Park sowie Camping und Parken.

Mit dem Ticket allein ist es für Festivalfans allerdings nicht getan. Nach Berechnungen des Landesamts für Statistik schlagen vor allem die Anreisekosten stärker zu Buche. So lagen die Kraftstoffpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 16,6 Prozent höher. Auch Bahnfahrten wurden etwas teurer.

Etwas günstiger als im Vorjahr war dagegen Campingausrüstung wie Zelte, Schlafsäcke und Luftmatratzen. Mehr bezahlen müssen Besucherinnen und Besucher hingegen für typische Festivalverpflegung. Dosensuppen, Fertiggerichte und Cornflakes kosten ebenso mehr wie Getränke etwa Limonade, Bier und Mineralwasser.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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