Stars

Plötzlich raus: Milli-Vanilli-Star fehlt bei US-Feier

Kurz vor der US-Jubiläumsfeier zieht Fab Morvan die Reißleine – und nennt einen brisanten Grund.

02.06.2026, 14:13 Uhr

Fabrice Morvan sagt Auftritt bei US-Jubiläumskonzerten ab

Fabrice "Fab" Morvan, bekannt aus dem früheren Pop-Duo Milli Vanilli, wird doch nicht bei der umstrittenen Konzertreihe zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten auftreten. Gegenüber CNN erklärte der 60-Jährige, die Veranstaltung entspreche nicht mehr dem, wofür er ursprünglich zugesagt habe.

Noch vor Kurzem hatte Morvan betont, mit seiner Musik Menschen verbinden zu wollen. Nachdem jedoch immer mehr Künstler ihre Teilnahme zurückzogen, begann auch er, das Konzept der Reihe infrage zu stellen. Im Gespräch mit CNN sagte er, die Situation habe sich im Verlauf der Woche zu einem "Zirkus" entwickelt. Politik sei nicht sein Feld, deshalb werde er bei den Feierlichkeiten am 26. Juni nicht dabei sein.

Kritik an politischer Ausrichtung der Veranstaltung

Organisiert wird die Konzertreihe von einer Gruppe, die sich selbst als gemeinnützig bezeichnet und Jubiläumsfeiern in Washington begleitet. Der Impuls für die Veranstaltungen geht jedoch auf Donald Trump zurück. Mehrere Musiker sprangen inzwischen ab, darunter The Commodores und Poison-Sänger Bret Michaels. Viele von ihnen erklärten, die Konzerte seien deutlich politischer geprägt als anfangs dargestellt worden war.

Trump kommentiert Künstler und bringt sich selbst ins Spiel

Für zusätzliche Kontroversen sorgte US-Präsident Donald Trump mit einem Beitrag auf Truth Social. Dort verspottete er die auftretenden Musiker als überbezahlte Sänger, die niemand hören wolle. Gleichzeitig stellte er in den Raum, die Konzertreihe lieber durch die "weltweit größte Attraktion" zu ersetzen – gemeint war er selbst.

Morvan verweist auf eigene Erfahrungen mit öffentlicher Wahrnehmung

Bei seiner Absage erinnerte Morvan auch an seinen eigenen Werdegang. Ende der 1980er Jahre war er mit Robert "Rob" Pilatus als Milli Vanilli international berühmt geworden. Später wurde bekannt, dass die beiden nicht selbst die Stimmen ihrer Songs eingesungen hatten, was in den Lip-Sync-Skandal mündete.

Morvan sagte, er habe Rückschläge erlebt, sich wieder aufgerichtet und neu erfunden. Gerade deshalb wolle er sich nicht in die aktuelle Auseinandersetzung hineinziehen lassen. Er wisse aus eigener Erfahrung, wie sich eine öffentliche Erzählung so lange verändern könne, bis man sich selbst darin kaum noch wiedererkenne.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen