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Zahlen zeigen: So oft bleiben Menschen im Aufzug stecken

Wie sicher ist Ihr Aufzug wirklich? Neue Daten zeigen: Bauart und Baujahr entscheiden, wie oft Fahrstühle stecken bleiben.

29.06.2026, 04:30 Uhr

Statistisch bleibt ein Aufzug in Deutschland nur selten stehen: Nach einer Auswertung des Aufzugs- und Fahrtreppenspezialisten Hundt Consult kommt es im Schnitt bei einer von 300.000 Fahrten zu einer Störung. Grundlage der Analyse waren 1,25 Milliarden Fahrten von rund 20.000 Aufzugsanlagen.

Wie hoch das Risiko ist, hängt laut Untersuchung auch von der Gebäudehöhe ab. In Häusern mit zwei bis vier Etagen wurden 0,48 Fälle pro 100.000 Fahrten registriert. In Gebäuden mit zehn bis zwölf Geschossen liegt der Wert mit 0,21 deutlich niedriger. Als mögliche Ursache nennt Hundt-Geschäftsführer Alexander Wüllner, dass in niedrigeren Gebäuden häufig Hydraulikaufzüge verbaut seien, die etwas störanfälliger seien als Seilaufzüge. Auch das Alter der Anlagen spielt eine Rolle: Besonders häufig betroffen sind demnach Aufzüge aus den Baujahren 1975 bis 1989.

Im Notfall ruhig bleiben

Wer dennoch einmal in einem Aufzug festsitzt, sollte vor allem Ruhe bewahren und über den Notrufknopf Kontakt zur zuständigen Leitstelle aufnehmen. Nach Angaben der Prüfgesellschaft Dekra besteht keine Gefahr, dass in der Kabine die Luft ausgeht. Eindringlich gewarnt wird allerdings vor eigenen Befreiungsversuchen: Türen gewaltsam zu öffnen oder aus einer zwischen den Stockwerken stehenden Kabine zu klettern, kann lebensgefährlich sein.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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