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Weiche kaputt: Chaos auf wichtiger ICE-Strecke

Weichen-Schaden legt ICE/IC teils lahm: Zwischen Ruhrgebiet und Berlin drohen massive Verspätungen – Bahnhöfe fallen aus.

29.04.2026, 07:50 Uhr

Entgleister Güterzug legt Fernverkehr zwischen Ruhrgebiet und Hannover lahm

Ein Zwischenfall mit einem Güterzug führt derzeit zu erheblichen Problemen im Bahn-Fernverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Hannover. Nach Angaben der Deutschen Bahn müssen ICE- und IC-Züge, die beispielsweise von Düsseldorf über Hannover in Richtung Berlin fahren, großräumig umgeleitet werden. Für Reisende bedeutet das rund eine Stunde längere Fahrzeiten. Zudem entfallen auf den Umleitungsstrecken die Stopps in Minden, Herford, Bielefeld und Gütersloh.

Wie eine Sprecherin der Bundespolizei mitteilte, sprang am späten Dienstagabend in Minden ein Waggon eines Güterzugs an einer Weiche aus den Schienen. Kurz darauf sei der Wagen an der nächsten Weiche mit viel Glück wieder ins Gleis zurückgelangt, sodass größere Schäden oder schwerere Folgen ausblieben.

Dennoch wurde die betroffene Weiche beschädigt. Laut Bahn ist der Streckenabschnitt deshalb derzeit nicht befahrbar. Wann die Störung vollständig behoben werden kann, ist noch offen. Sowohl Polizei als auch Bahn erklärten, es gebe bislang keine Hinweise auf Sabotage oder Vandalismus.

Auch Verbindungen nach Amsterdam betroffen

Die Sperrung wirkt sich außerdem auf die ICE-Strecke zwischen Berlin und Amsterdam aus. Diese Züge werden nach Bahnangaben über Bremen umgeleitet, wodurch sich die Reisezeit um etwa 70 Minuten verlängert. Die Bahnhöfe Minden, Bad Oeynhausen und Bünde können dabei nicht bedient werden.

Einschränkungen im Regionalverkehr

Auch im Regionalverkehr rund um Minden kommt es zu deutlichen Beeinträchtigungen. Betroffen sind die Linien RE6, RE60, RE78 und RE70, auf denen Ausfälle und Verspätungen auftreten. Zwischen Minden und Hannover wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

Die Bahn empfiehlt Fahrgästen, ihre Verbindung vor Reiseantritt in der Online-Fahrplanauskunft zu überprüfen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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