Versicherungsschäden durch Wohnungseinbrüche steigen auf 380 Millionen Euro
Wohnungseinbrüche haben den Versicherern in Deutschland im vergangenen Jahr Schäden von rund 380 Millionen Euro eingebracht. Das teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg um zehn Prozent. Insgesamt registrierten die Versicherungsunternehmen 2025 demnach etwa 100.000 Fälle.
Damit liegt die Zahl deutlich über den rund 83.000 Wohnungseinbrüchen, die in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik (PKS) für das Vorjahr erfasst wurden. Nach Angaben des GDV hängt der Unterschied damit zusammen, dass bei Versicherern auch Fälle gemeldet werden, in denen zwar Schäden an der Wohnung entstanden sind, jedoch nichts entwendet wurde.
Durchschnittlicher Schaden bei 3.850 Euro
Im Schnitt belief sich der Schaden pro Einbruch auf rund 3.850 Euro. Das waren etwa 200 Euro mehr als im Jahr zuvor. Besonders häufig würden laut GDV Gegenstände gestohlen, die sich leicht weiterverkaufen lassen – darunter Schmuck sowie elektronische Geräte wie Handys, Spielkonsolen oder Computerzubehör.
Versicherungswirtschaft rät zu besserem Schutz
Verbraucherinnen und Verbraucher können sich nach Einschätzung des Verbands mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen besser gegen Einbrüche absichern. Empfohlen werden etwa abschließbare Fenstergriffe sowie zusätzliche mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern. Auch Zeitschaltuhren für Licht können helfen, denn sie vermitteln bei Abwesenheit den Eindruck, dass jemand zu Hause ist.
Laut PKS 2024 bleibt zudem fast jeder zweite Einbruchsversuch erfolglos.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion