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Tragödie in Guinea: 30 Tote auf Müllkippe

Jahrelang lebten Anwohner in Conakry im Schatten eines Müllbergs – dann geschah das, wovor alle gewarnt hatten.

23.08.2026, 21:45 Uhr

Mindestens 30 Tote nach Erdrutsch auf Müllhalde in Guinea

In Guinea sind bei einem Erdrutsch auf einer Deponie im Westen Afrikas mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Nach starken Regenfällen geriet in der Nacht zum Sonntag ein großer Müllberg ins Rutschen und begrub mehrere Häuser in einem Vorort der Hauptstadt Conakry unter sich. Nach Angaben der Behörden wurden zudem mindestens 22 Menschen verletzt, darunter sechs Schwerverletzte.

Die Bergungs- und Suchmaßnahmen liefen zunächst weiter. Premierminister Amadou Oury Bah machte sich ein Bild von der Lage vor Ort und übermittelte den Betroffenen das Mitgefühl der Regierung.

Wie lokale Medien berichten, hatte die Regierung bereits in den vergangenen Wochen geplant, die gewaltige Müllkippe im Armenviertel Dar-es-Salam zu sichern und zu räumen. Dort hatte es schon 2017 einen ähnlichen Erdrutsch gegeben, bei dem neun Menschen starben.

Trotz umfangreicher Bodenschätze zählt Guinea zu den ärmsten Ländern der Welt. Das Land mit etwa 15 Millionen Einwohnern ist einer der bedeutendsten Exporteure von Bauxit, dem wichtigsten Rohstoff für die Aluminiumherstellung. Dennoch fehlt es vielen Menschen an Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung, Elektrizität und sauberem Trinkwasser.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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