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Nach Feuer und Fluten: Spanien atmet auf

Feuer gebändigt, aber die Gefahr bleibt: In Valencia kämpfen Hunderte gegen den Waldbrand, Tarragona versinkt im Flut-Chaos.

23.08.2026, 13:43 Uhr

Lage an Spaniens Mittelmeerküste entspannt sich

Nach einem Waldbrand und schweren Unwettern mit Überschwemmungen hat sich die Situation an der spanischen Mittelmeerküste vorerst beruhigt. Wie der Katastrophenschutz der Region Valencia mitteilte, konnte das Feuer, das am Donnerstagabend nach einem Blitzeinschlag in der Gemeinde Segorbe ausgebrochen war, in der Nacht unter Kontrolle gebracht werden.

Die etwa 1.000 Menschen, die aus dem besonders gefährdeten Ort Gátova evakuiert worden waren, dürfen nach Angaben von Bürgermeister Jesús Salmerón wieder zurückkehren. Allerdings sollen sie sich zunächst nicht längere Zeit im Freien aufhalten, sondern in ihren Häusern bleiben. Im schwer zugänglichen Gebirge des Naturparks Sierra Calderona wurden insgesamt 630 Hektar zerstört – eine Fläche von fast 900 Fußballfeldern.

Der Brand war südlich von Gátova in Segorbe ausgebrochen und hatte sich anschließend durch den Naturpark in Richtung der Ortschaft ausgedehnt. Wegen des unwegsamen Geländes waren zahlreiche Einsatzkräfte beteiligt, darunter die militärische Notfalleinheit UME, Feuerwehrteams sowie Löschhubschrauber und Löschflugzeuge.

Hitze und anhaltende Trockenheit begünstigen in Spanien weiterhin die Ausbreitung von Bränden. Nach Angaben des europäischen Waldbrand-Informationssystems EFFIS wurden in diesem Jahr bei 425 Feuern bereits mehr als 297.000 Hektar Land vernichtet – damit ist eine größere Fläche betroffen als das Saarland umfasst. Zugleich führen die steigenden Wassertemperaturen im Mittelmeer immer häufiger zu lokal extremen Starkregenfällen.

Spanien - Waldbrand
Nachdem der Waldbrand bei Gatová nördlich von Segorbe unter Kontrolle gebracht werden konnte, durften rund 1.000 Evakuierte zurück in ihre Häuser. Quelle: Javier Escriche/EUROPA PRESS/dpa

Überschwemmungen an der Costa Dorada

Weiter nordöstlich an der Costa Dorada dauerten unterdessen die Aufräumarbeiten nach heftigen Regenfällen an. Behörden zufolge fielen dort am Samstagmorgen innerhalb weniger Stunden stellenweise fast 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Dutzende Menschen wurden verletzt.

Besonders schwer traf es eine Jugendliche in Roda de Berà, die von einer einstürzenden Mauer getroffen wurde und in kritischem Zustand in ein Krankenhaus gebracht werden musste. Nach Angaben der Feuerwehr gab es außerdem einen weiteren Schwerverletzten und eine leicht verletzte Person.

In Katalonien mussten rund 300 Menschen von Campingplätzen in Roda de Berà und weiteren Orten in Sicherheit gebracht werden. Hinzu kamen etwa 100 Besucher einer Diskothek in Vendrell. Zahlreiche Straßen standen zeitweise unter Wasser, Fahrzeuge blieben in Unterführungen stecken. Auch der Bahnverkehr war beeinträchtigt. Zudem blockierten Schlamm und umgestürzte Bäume mehrere Verkehrswege.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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