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Tragisch: Gerettete Walkuh aus Kanada tot

Gerade noch vor dem Einschläfern gerettet: Beluga-Wale wurden aus Kanada verlegt – jetzt ist eines der Tiere tot.

26.08.2026, 19:39 Uhr

Geretteter Belugawal stirbt rund zwei Wochen nach Umzug in Chicago

Rund zwei Wochen nach der Umsiedlung aus einem umstrittenen Freizeitpark in Kanada ist ein geretteter Belugawal in einem Aquarium in Chicago gestorben. Wie das Shedd Aquarium mitteilte, starb die 23 Jahre alte Walkuh Peekachu am Dienstagabend plötzlich. Zuvor hätten Bluttests gezeigt, dass das Tier dehydriert gewesen sei. Trotz Behandlung und Flüssigkeitsgabe habe man ihr Leben nicht retten können.

Nach Angaben des Aquariums hatte Peekachu zunächst Fortschritte gemacht. Die Belugadame, die etwas kleiner als viele Artgenossen gewesen sein soll und auf einem Auge blind war, habe Tintenfisch und Hering aus den Händen der Pfleger gefressen und sich interessiert an ihrer neuen Umgebung gezeigt. Eine Obduktion soll nun Antworten darauf liefern, was zu ihrem Tod beigetragen haben könnte.

Park drohte mit Tötung der Wale

Der kanadische Themenpark Marineland hatte 2024 seinen Betrieb für Besucher eingestellt. Bereits im vergangenen Jahr drohte der Park damit, die dort verbliebenen 30 Wale einschläfern zu müssen, falls keine finanzielle Unterstützung durch die kanadische Regierung komme. In einem Schreiben hieß es, das Unternehmen sei bankrott und nicht mehr in der Lage, für den Unterhalt der Weißwale aufzukommen.

Schließlich genehmigte das zuständige Fischereiministerium einen Plan, nach dem alle 30 noch im Park lebenden Wale auf vier Aquarien in den USA sowie eine Einrichtung im spanischen Valencia verteilt werden sollten. Tierschutzorganisationen zufolge können Belugawale bis zu fünf Meter lang und rund 1.500 Kilogramm schwer werden.

Seit Jahren stand Marineland wegen seiner Haltungsbedingungen massiv in der Kritik. Immer wieder starben dort Tiere. Besonders bekannt wurde der Fall des Orcas Kiska, der 2023 verendete. Das Tier lebte zeitweise allein in einem Betonbecken und bekam deshalb den Spitznamen „einsamster Wal der Welt“.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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