Basketball

«Viele Fehler»: Gavel packt über Bayern-Zoff aus

Neuer Bayern-Coach Anton Gavel elektrisiert München – doch hinter dem Wechsel steckt ein Bamberg-Zoff mit Sprengkraft.

25.08.2026, 13:23 Uhr

Der neue Basketball-Cheftrainer des FC Bayern München, Anton Gavel, möchte den Streit um seinen Wechsel von den Bamberg Baskets abhaken. Bei einer Medienrunde erklärte der 41-Jährige, dass ihn einige Vorwürfe und Aussagen persönlich getroffen hätten. Umso erleichterter sei er, dass beide Clubs inzwischen eine einvernehmliche Lösung gefunden hätten. Für Gavel ist das Thema damit abgeschlossen: Nun richte sich der Fokus ganz auf die kommende Spielzeit.

Im Sommer hatte der Wechsel für erhebliche Spannungen gesorgt. Gavel stand in Bamberg eigentlich noch bis 2027 unter Vertrag, kündigte diesen jedoch mit Verweis auf einen angeblichen Formfehler bei der Unterschrift.

Erfolgreiche Vergangenheit in München

Die Bamberger hatten dem FC Bayern daraufhin vorgeworfen, Gavels Ausstieg unterstützt zu haben, um keine Ablöse zahlen zu müssen. Die Münchner bestritten das und betonten später, dass sich das Verhältnis wieder beruhigt habe. Auch Gavel räumte ein, dass in dem Konflikt Fehler passiert seien und manches gesagt worden sei, das so nicht gestimmt habe. Jetzt soll er die Bayern nach einer Saison ohne Titel wieder zurück auf die Erfolgsstraße führen.

Der gebürtige Slowake spielte einst auch für die deutsche Nationalmannschaft und war in der Bundesliga unter anderem für Bamberg und München aktiv. Als Spieler führte er den FC Bayern 2018 als Kapitän zum Double. Nach dem Ende seiner Karriere arbeitete er zunächst im Nachwuchsprogramm in Ulm, übernahm dort später die Profimannschaft und trainierte seit 2024 Bamberg. In München unterschrieb er nun einen Vertrag über drei Jahre.

Hohe Wertschätzung vom Sportchef

Gavel gilt als äußerst ehrgeiziger und leidenschaftlicher Trainer. 2023 führte er sein Team überraschend zur Meisterschaft, 2026 gewann er den Pokal und wurde zudem als Trainer des Jahres ausgezeichnet. In München tritt er die Nachfolge von Svetislav Pešić an.

Sportchef Thorsten Leibenath beschrieb Gavel als jemanden, der förmlich für Basketball lebe. Er wolle sich ständig verbessern, fordere auch sein Team permanent heraus und denke nahezu ununterbrochen an den Sport. Mitunter müsse man ihn sogar etwas bremsen, sagte Leibenath. Seine enorme Arbeitsenergie wirke sich spürbar auf die Spieler aus. Auch Leibenath selbst war zuvor von Ligakonkurrent Ulm nach München gewechselt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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