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Schweiz: Polizei schnappt «Black Axe»-Boss

Er soll mit perfiden Liebesfallen und raffinierten Cybermaschen Millionen abgezockt haben: Schweizer Ermittler haben den mutmaßlichen Kopf der berüchtigten Bande «Black Axe» gefasst. Doch wer ist der Mann hinter dem Netzwerk?

28.04.2026, 16:29 Uhr

Bei einer groß angelegten Aktion gegen eine nigerianische Betrügergruppe hat die Schweizer Polizei laut Interpol den für Südeuropa zuständigen Regionalleiter sowie neun weitere Männer festgenommen. Ziel des Einsatzes war die als mafiaähnlich eingestufte Organisation „Black Axe“, gegen die im vergangenen Jahr bereits ein Verfahren in München geführt wurde. Nach Angaben von Interpol unterstützten auch das Bayerische Landeskriminalamt und die italienische Antimafia-Behörde die Ermittlungen.

Die Zürcher Staatsanwaltschaft erklärte, den Beschuldigten würden in der Schweiz insbesondere schwere Geldwäsche, Romance Scam und weitere Formen von Cyberbetrug zur Last gelegt. Der entstandene Schaden soll sich auf mehrere Millionen Franken beziehungsweise Euro belaufen. Die Verdächtigen sind zwischen 32 und 54 Jahre alt und sollen entweder Mitglieder der Gruppierung oder enge Unterstützer sein.

Weltweit etwa 30.000 Mitglieder

Interpol zufolge verfügt „Black Axe“ weltweit über rund 30.000 registrierte Mitglieder. Hinzu kämen Geldkuriere und Vermittler. Die Organisation soll außerdem in internationalen Drogenhandel, Menschenhandel, Prostitution, Entführungen und bewaffnete Raubüberfälle verwickelt sein. Die jährlichen Einnahmen werden auf mehrere Milliarden Euro geschätzt.

Beim sogenannten Romance Scam bauen Täter oft über längere Zeit eine scheinbar romantische Beziehung zu ihren Opfern auf. Anschließend erschleichen sie unter erfundenen Notlagen Geldzahlungen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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