Erste Bilanz zum Alkoholverbot an Bahnhöfen
Eine Woche nach dem Start des bundesweiten Alkoholverbots an Bahnhöfen hat die Deutsche Bahn nach eigenen Angaben etwa 5.000 Menschen beim Alkoholkonsum angetroffen. Damit bestätigte der Konzern einen Bericht der „Bild“.
DB-Vorständin Evelyn Palla sprach von einem gelungenen Auftakt. Die neue Regelung zeige Wirkung, sagte sie der Zeitung. Ziel seien sichere und saubere Bahnhöfe. Zudem hätten viele Reisende signalisiert, dass eine solche Maßnahme aus ihrer Sicht längst notwendig gewesen sei.
Nach Angaben der Bahn werden betroffene Personen zunächst von Sicherheitskräften angesprochen und über das Verbot informiert. In den meisten Fällen zeigten sich die Reisenden einsichtig und räumten den Alkohol weg. Nur vereinzelt seien Hausverbote oder Platzverweise ausgesprochen worden.
Das Verbot gilt seit dem 15. Oktober an allen Bahnhöfen der Deutschen Bahn in Deutschland, einschließlich der Bahnsteige. Mit dem Alkoholkonsumverbot sollen Sauberkeit und Sicherheit verbessert werden.
Nicht betroffen sind Gastronomiebetriebe innerhalb der Bahnhöfe. Auch in Zügen ist Alkohol grundsätzlich weiterhin erlaubt. In den Bordbistros der Fernverkehrszüge wird er weiterhin verkauft. Ausnahmen kann es außerdem dort geben, wo Bahnhofsgebäude nicht der Deutschen Bahn gehören.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber