Wirtschaft

Schock bei Monta: Klebebandhersteller ist insolvent

Trotz Insolvenzantrag läuft bei Monta alles weiter – und der Hauptfinanzierer stützt den Sanierungskurs. Was steckt dahinter?

22.07.2026, 09:16 Uhr

Der Klebebandproduzent Monta aus dem Allgäu hat nach Unternehmensangaben ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Ein Gutachten soll nun prüfen, ob die rechtlichen Voraussetzungen für dieses Verfahren erfüllt sind. Der laufende Betrieb des Unternehmens wird unterdessen fortgesetzt.

Ziel des Schritts ist es, die bereits angestoßene Sanierung weiter voranzutreiben und Monta finanziell dauerhaft neu auszurichten. Nach Angaben des Unternehmens ist die Finanzierung im Rahmen der Eigenverwaltungsplanung mindestens bis Ende Januar 2027 gesichert. Auch der wichtigste Finanzierer habe signalisiert, die Fortsetzung des Unternehmens in diesem Verfahren zu unterstützen. Auf längere Sicht sucht Monta zudem nach einem Investor.

Zu den bereits eingeleiteten Maßnahmen gehört unter anderem eine Straffung des Produktangebots. Die Tochterfirmen in Ungarn und Rumänien sollen von dem Antrag zunächst nicht direkt betroffen sein.

150 Beschäftigte am Standort Immenstadt

Monta produziert seit über 50 Jahren Klebebänder. Laut Firmenhomepage arbeiten am Standort Immenstadt rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Wurzeln des Unternehmens reichen jedoch noch weiter zurück: Ursprünglich entstand es bereits 1855 als Bindfadenfabrik.

Geschäftsführer Lars Böhrnsen bezeichnete die Eigenverwaltung als passenden Rahmen, um die laufende Sanierung konsequent fortzuführen und das Unternehmen nachhaltig neu aufzustellen. Positiv sei dabei, dass Finanzierer, wichtige Gläubiger, Betriebsrat und Gesellschafter diesen Kurs unterstützten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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