Bayern

Nürnberg lässt erneut Punkte liegen: 1:1 bei Arminia Bielefeld

Miroslav Kloses Nürnberger trudeln dem Saisonende entgegen. Bei einem Abstiegskandidaten springt wieder kein Sieg heraus. Der Coach wählt dennoch positive Worte.

19.04.2026, 09:45 Uhr

Trainer Miroslav Klose versuchte nach dem nächsten Rückschlag seines 1. FC Nürnberg, dem Auftritt noch etwas Positives abzugewinnen. Nach dem 1:1 (1:0) in der 2. Bundesliga beim abstiegsbedrohten DSC Arminia Bielefeld hob der Coach den kämpferischen Charakter der Partie hervor. Es habe viele Duelle, aber auch gute spielerische Momente gegeben. Zudem lobte Klose sein Team dafür, die schwierige Aufgabe auf der Alm angenommen zu haben, und bedankte sich bei den mitgereisten Fans für die starke Unterstützung.

Vollends zufrieden konnten die Franken mit dem Ergebnis jedoch nicht sein. Für den FCN war es bereits das dritte Spiel in Folge ohne Sieg. Damit verpasste Nürnberg auch den Sprung über die oft als wichtige Marke geltenden 40 Punkte im Abstiegskampf. Zwar bleibt der Vorsprung auf die unteren Plätze beruhigend, ernsthafte Abstiegsängste sind beim Club derzeit kaum ein Thema.

Frühe Führung reicht nicht

Den besseren Start erwischte Nürnberg dennoch: Mohamed Ali Zoma brachte die Gäste bereits in der 8. Minute in Führung. Doch anstatt die Partie danach zu kontrollieren und den zweiten Treffer nachzulegen, ließ der FCN Bielefeld im Spiel. Das rächte sich spät, als ausgerechnet Ex-Nürnberger Tim Handwerker in der 81. Minute den Ausgleich erzielte.

Kapitän Fabio Gruber ärgerte sich vor allem über die verpassten Chancen vor der Pause. Defensiv habe Nürnberg konzentriert gearbeitet, offensiv aber zu wenig aus seinen Möglichkeiten gemacht. Auch Torhüter Jan Reichert störte sich besonders an der Entstehung des Gegentors: Der Freistoß sei vermeidbar gewesen, zumal der Ball durch die Mauer ging. Dort hatte sich eine Lücke geöffnet, weil Gruber seine Position verlassen hatte.

Große Chance in der Nachspielzeit vergeben

Noch bitterer wurde es für die Gäste, weil in der Schlussphase sogar der Siegtreffer möglich gewesen wäre. Rafael Lubach, der für den früh verletzten Zoma ins Spiel gekommen war, vergab in der Nachspielzeit aus kurzer Distanz freistehend vor dem leeren Tor.

Derby rückt näher

Für Nürnberg geht es nun darum, die Saison nicht einfach austrudeln zu lassen. In zwei Wochen wartet mit dem Frankenderby bei der abstiegsgefährdeten SpVgg Greuther Fürth noch ein besonderer Höhepunkt. Zuvor steht am Sonntag das Heimspiel gegen Magdeburg an. Reichert forderte deshalb, weiter konzentriert zu bleiben.

Der SCM reist zwar als Außenseiter ins Max-Morlock-Stadion, doch genau darin liegt aus Nürnberger Sicht eine Warnung. Schon die jüngsten Punktverluste gegen Braunschweig (1:1), Dresden (0:2) und nun Bielefeld kassierte der FCN allesamt gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter ihm stehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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