Der Flugverkehr am Flughafen Catania hat sich nach den massiven Beeinträchtigungen durch den Ausbruch des Ätna inzwischen größtenteils normalisiert. Auf der Internetseite des sizilianischen Airports sind nur noch wenige Verbindungen als gestrichen markiert. Die überwiegende Zahl der Starts und Landungen wird demnach wieder wie geplant abgewickelt.
Auch beim Flugtracking-Dienst Flightradar24 waren wieder Ankünfte und Abflüge zu beobachten. Dennoch fallen am heutigen Sonntag noch einzelne Verbindungen aus, darunter auch Flüge nach Deutschland, etwa nach Frankfurt und München.
Der Flughafenbetreiber SAC hatte den Betrieb bereits am Samstagnachmittag wieder aufgenommen, nachdem die Warnstufe für die vulkanische Aktivität von Rot auf Orange gesenkt worden war. Zunächst lief der Verkehr jedoch nur schrittweise an.
Langanhaltender Ascheregen und ungünstige Windverhältnisse
Seit Beginn der Eruption vor mehr als einer Woche kam es bei Hunderten Flügen zu Ausfällen, Verspätungen oder Umleitungen. Nach Betreiberangaben wurden zwischen dem 6. und 12. August etwa 36 Prozent aller für Catania vorgesehenen Flüge gestrichen. Die Gesellschaft SAC sprach von den schwerwiegendsten Folgen für die Flughafeninfrastruktur in den vergangenen 20 Jahren.
Der Ätna gilt als aktivster Vulkan Europas, Ausbrüche sind dort nichts Ungewöhnliches. Problematisch für den Luftverkehr war diesmal nach Einschätzung von Mario Mattia vom Nationalen Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV) vor allem der anhaltende Ausstoß von Asche. Hinzu kamen beständige Südwinde, die die Asche direkt über das Flughafengelände trugen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber