Im Südwesten Frankreichs ist erneut ein größerer Waldbrand ausgebrochen. Bei Luglon im Département Landes breiteten sich die Flammen seit Donnerstag weiter aus. Nach Angaben der Präfektur wurden inzwischen etwa 1.600 Hektar Wald- und Buschflächen zerstört. Rund 650 Menschen mussten vorsorglich ihre Häuser verlassen.
Die Gemeinde liegt etwa 100 Kilometer südöstlich von Arcachon in einem ausgedehnten Waldgebiet mit See-Kiefern. Wohnhäuser seien bislang nicht von dem Feuer betroffen, teilten die Behörden mit.
Feuerwehr mit großem Aufgebot im Einsatz
Zur Bekämpfung des Brandes sind nach Behördenangaben etwa 550 Feuerwehrkräfte vor Ort. Unterstützung erhalten sie aus der Luft, unter anderem durch Canadair-Löschflugzeuge. Wie der Sender BFMTV berichtete, wird auch ein aus Australien geliehener Schwerlasthubschrauber vom Typ Chinook CH-47D eingesetzt. Dieser kann bis zu 11.300 Liter Wasser transportieren und damit nahezu doppelt so viel wie ein Canadair-Flugzeug.
Die neuen Flammen treffen eine Region, die bereits stark unter den schweren Bränden des Sommers gelitten hat. Ende Juli waren bei Biscarrosse im Département Landes rund 3.700 Hektar Land verbrannt. Im benachbarten Département Gironde wurden bei Saumos sogar etwa 42.000 Hektar zerstört.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber