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Laos: Hoffnung! Neuer Zugang zur Fluthöhle

Neue Hoffnung im Höhlendrama von Laos: Retter fanden einen weiteren Zugang – und aus der Tiefe kamen mysteriöse Geräusche.

01.06.2026, 05:37 Uhr

Neue Hoffnung im Höhleneinsatz in Laos

Im dramatischen Rettungseinsatz in Laos gibt es offenbar einen neuen Hoffnungsschimmer für die beiden noch vermissten Goldsucher. Helfer entdeckten einen bislang unbekannten Zugang zu dem weit verzweigten Höhlensystem, in dem die Männer vermutet werden. Der australische Höhlentaucher Josh Richards berichtete, dass er zusammen mit Soldaten und dem französischen Höhlenexperten Robin Cuesta nach einem kräftezehrenden Marsch durch dichten Wald eine weitere Öffnung im Berg gefunden habe.

Die positive Nachricht kommt allerdings zu einem schwierigen Zeitpunkt. In der abgelegenen Bergregion der Provinz Xaisomboun setzen starke Monsunregen den Rettern erneut zu. Bereits vor knapp zwei Wochen hatten Wassermassen große Teile der Höhle überflutet und sieben Männer unter Tage eingeschlossen.

Fünf der Eingeschlossenen konnten inzwischen in Sicherheit gebracht werden. Am Freitagabend retteten Spezialisten zunächst einen ersten Goldsucher aus der Höhle. Einen Tag später gelang es den vier anderen Überlebenden überraschend, aus eigener Kraft ins Freie zu kommen. Von den zwei übrigen Männern fehlt jedoch weiterhin jede Spur. Die Einsatzkräfte haben aber eine Vermutung, wo sie sich befinden könnten.

Auffällige Geräusche aus dem Inneren

Richards sagte, er habe sich bereits am Sonntag durch eine enge Öffnung im neu entdeckten Zugang nahezu senkrecht in die Tiefe abgeseilt, um das Gelände zu erkunden. Dabei entdeckte er ein weiteres Loch, das möglicherweise etwa 100 Meter tief in die Nähe jener Kammer führen könnte, in der die Vermissten vermutet werden. Ob tatsächlich eine Verbindung besteht, ist bislang noch offen.

Höhlenunglück in Laos
Die Rettung von vier Männern aus eigener Kraft gilt als Wunder. Quelle: Uncredited/Association Of Volunteers For Lao People/AP/dpa

Für besondere Aufmerksamkeit sorgte eine weitere Beobachtung: Während der Erkundung schlug Richards mehrfach mit einem Hammer gegen das Gestein. Aus der Tiefe seien daraufhin Geräusche zu hören gewesen. Er erklärte, es sei unklar, ob diese von einem Tier oder von etwas anderem stammten. Sicher sei nur, dass aus dem Inneren ungewöhnliche Laute zurückgekommen seien. Zugleich zeigte er sich optimistisch und sprach von einem möglicherweise entscheidenden Tag für die Rettungsaktion.

Ursprünglich hatten die Einsatzkräfte erwogen, tauchend hinter jene Kammer vorzudringen, in der die fünf Überlebenden gefunden worden waren. Dieser Weg gilt jedoch als äußerst riskant, da er durch extrem enge und beklemmende Tunnel führt. Richards sagte, es sei eine große Erleichterung, nun einen alternativen Zugang entdeckt zu haben. Die zuvor geplante Route sei sehr beängstigend und bereite vielen Beteiligten große Sorgen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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