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Kaninchen-Alarm in Italien: Jetzt stürmen sie Heime

Kaninchen verwüsten in Trient Gräber – nun sollen die Tiere ausgerechnet in Altersheim-Gärten ein neues Zuhause bekommen.

20.10.2026, 12:20 Uhr

Trient will Kaninchen vom Friedhof in Altersheime umsiedeln

Die norditalienische Stadt Trient geht mit einem ungewöhnlichen Plan gegen eine Kaninchenplage vor. Mehr als 100 wild lebende Tiere, die sich seit einiger Zeit auf dem historischen Friedhof ausbreiten, sollen in die Gärten von Altersheimen gebracht werden. Anlass sind Beschwerden von Angehörigen, weil Gräber beschädigt und leergefressen würden. Zudem haben die Kaninchen nach Angaben der Stadt tiefe Tunnel und Höhlen gegraben, wodurch sich Grabsteine teilweise neigen.

Bis zum Monatsende sollen deshalb nachts Netze auf dem fast 200 Jahre alten Friedhof der rund 120.000 Einwohner zählenden Stadt aufgestellt werden. Wie die Stadtverwaltung nach einer Entscheidung der zuständigen Regionalregierung mitteilte, prüft am folgenden Morgen ein Amtsveterinär, welche Tiere umgesetzt werden können. Säugende Weibchen sowie noch nicht entwöhnte Jungtiere werden wieder freigelassen.

Die übrigen Kaninchen sollen in die Außenanlagen von Seniorenheimen oder auf eingezäunte Grünflächen umgesiedelt werden, die von gemeinnützigen Organisationen betreut werden. Medienberichten zufolge lebt die Kolonie inzwischen längst nicht mehr nur auf dem Friedhof. In der Umgebung sollen sich noch mehrere Hundert weitere Tiere befinden. Die Stadt kündigte daher Gespräche mit Anwohnern an, um auch dafür eine Lösung zu finden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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