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Großfeuer in Malaysia trifft Tausende Bewohner

Mitten in der Nacht greift ein Feuer auf Stelzenhäuser in der malaysischen Küstenstadt über – Tausende Menschen sind betroffen. Enge Gassen und starke Winde erschweren die Löscharbeiten.

19.04.2026, 12:57 Uhr

In dem malaysischen Küstenort Sandakan sind bei einem schweren Brand nach Angaben der Behörden bis zu 1.000 Häuser vernichtet worden. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass es keine Todesopfer gibt. Etwa 9.000 Menschen seien von dem Unglück betroffen, erklärte der Polizeichef des Bezirks vor Journalisten. Mehrere Bewohner hätten sich demnach leichte Verletzungen zugezogen, als sie versuchten, noch persönliche Sachen aus ihren Häusern zu holen.

Das Feuer brach laut Behörden gegen 1.30 Uhr Ortszeit im dicht bewohnten Viertel Kampung Bahagia im Stadtteil Batu Sapi aus. Die Flammen breiteten sich schnell auf viele der dortigen Stelzen- und Pfahlhäuser aus. In dem Gebiet stehen rund 1.200 Bauten dieser Art. Medienberichten zufolge wurde eine Fläche von ungefähr vier Hektar zerstört. Gegen 4.00 Uhr Ortszeit erklärten die Behörden das Areal zur Katastrophenzone.

Mögliche Brandursache noch unklar

Als eine mögliche Ursache wird nach Berichten mehrerer Medien ein Kochunfall vermutet. Die Feuerwehr hatte bei den Löscharbeiten mit erheblichen Problemen zu kämpfen: enge Zufahrtswege, starker Wind und der wegen Ebbe erschwerte Zugang zu Wasser behinderten den Einsatz.

Der malaysische Ministerpräsident Anwar Ibrahim äußerte sich in sozialen Netzwerken bestürzt über das Unglück. Vorrang habe nun die Hilfe für die Betroffenen. Die zuständigen Stellen arbeiteten daran, Unterstützung und Notunterkünfte bereitzustellen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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