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Europaweit gesuchter mutmaßlicher Dealer gefasst

Grenzkontrolle mit Folgen: Bundespolizei schnappt mutmaßlichen Cannabis-Dealer, der Ware für 1,5 Mio. Euro verteilt haben soll.

06.08.2026, 10:38 Uhr

Festnahme bei Lindau: 29-Jähriger soll nach Österreich ausgeliefert werden

Ein 29 Jahre alter Mann ist wegen des Verdachts auf Cannabishandel im Millionenwert zur Festnahme ausgeschrieben worden und soll an Österreich ausgeliefert werden. Wie die Bundespolizei mitteilte, wurde europaweit wegen Betäubungsmitteldelikten nach ihm gesucht.

Der Mann saß als Beifahrer in einem Auto, das auf der A96 am Grenzübergang bei Lindau am Bodensee kontrolliert wurde. Gegen ihn besteht den Angaben zufolge der dringende Verdacht, Mitglied einer kriminellen Vereinigung zu sein. Zudem soll er daran beteiligt gewesen sein, Cannabis im Wert von mehr als 1,5 Millionen Euro in Umlauf gebracht zu haben.

Bei der Kontrolle fanden die Beamten laut Bundespolizei 1,1 Gramm Cannabis bei dem 29-Jährigen. Die Einfuhr der Substanz nach Deutschland ist verboten. Der Fahrer des Wagens hatte den Angaben zufolge außerdem unerlaubte Mengen an Anabolika dabei.

Die Verstöße gegen das Cannabisgesetz und das Anti-Doping-Gesetz wurden an die Bundeszollverwaltung übergeben. Die Bearbeitung des europäischen Auslieferungshaftbefehls gegen den Beifahrer bleibt bei der Bundespolizei. Geplant ist, den Mann zunächst dem Amtsgericht Kempten vorzuführen und ihn anschließend nach Österreich auszuliefern.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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