Das Wasser des Mains hat sich in den vergangenen Tagen vor allem im Bereich Würzburg, Erlabrunn und Kitzingen deutlich aufgeheizt. Wie die Regierung von Unterfranken mitteilte, wurden an der Messstelle in Erlabrunn zeitweise 27,8 Grad gemessen. Verantwortlich dafür seien die hohen Tagestemperaturen und die ungewöhnlich warmen Nächte.
Nach Einschätzung der Behörde ist die Situation wegen der erhöhten Wassertemperaturen kritisch, auch wenn derzeit noch genügend Sauerstoff im Fluss vorhanden ist.
Für die Tiere und anderen Organismen im Main bedeute die Hitze eine starke Belastung. Bei warmem Wasser steige ihr Sauerstoffbedarf, zugleich seien sie auf möglichst wenig Störung angewiesen, um diese Phase gut zu überstehen.
Die Bevölkerung wird daher zu einem besonders rücksichtsvollen Umgang mit dem Fluss aufgerufen. So sollten Boote nicht mit hoher Geschwindigkeit fahren, um Fische nicht zusätzlich aufzuschrecken. Zudem solle vermieden werden, Schlamm oder Sedimente im Wasser aufzuwirbeln.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber