Woolworth ruft vier Spielzeugartikel wegen möglicher Asbestbelastung zurück
Der Händler Woolworth hat einen Rückruf für vier Spielzeuge aus seinem Sortiment gestartet. Betroffen sind die Produkte „Stretchy Sand mit Geruch“ in den Sorten Watermelon und Blueberry sowie „Stretchmaus 12 Zentimeter“ und „Stretchy Soldat“. Nach Angaben auf Lebensmittelwarnung.de besteht der Verdacht, dass der verwendete Sand mit Asbest verunreinigt sein könnte.
Kundinnen und Kunden können die Artikel in jeder Woolworth-Filiale zurückgeben. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassenbon erstattet. Der Rückruf gilt in allen Bundesländern und umfasst sämtliche Packungen, also nicht nur einzelne Chargen. Darauf weist das Unternehmen mit Sitz in Unna hin.
Erste Hinweise kamen aus Australien
Auf mögliche Asbestfunde in Spielsand war zunächst in Australien und Neuseeland aufmerksam gemacht worden. Auch dort handelte es sich um Sand aus China. In der Folge ließ die niederländische Zeitung AD ebenfalls Proben untersuchen und veröffentlichte Anfang 2026 eine Übersicht über entsprechende Laborbefunde.
Dabei geht es nicht nur um Sand für Spieltische oder Bastelzwecke, sondern auch um kinetischen Sand, der oft als magischer Sand bezeichnet wird. Wie hoch das gesundheitliche Risiko für Kinder beim Spielen tatsächlich ist, ist bislang jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Warum Asbest problematisch ist
Das Umweltbundesamt beschreibt Asbest als Sammelbegriff für natürlich vorkommende, faserförmige silikatische Minerale mit äußerst feinen Fasern. Der Stoff wurde über viele Jahre hinweg in großem Umfang im Bauwesen eingesetzt.
Asbest gilt als eindeutig krebserregend. Gefährlich ist vor allem, dass sich das Material in sehr kleine Fasern aufspalten kann. Diese können eingeatmet werden und sich über lange Zeit in der Lunge festsetzen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber