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Ebola-Schock: Erster Fall in Nigeria

Ebola-Alarm nach Flug aus Uganda: In Nigeria ist ein Fall bestätigt. 44 Kontakte im Fokus – droht jetzt die Ausbreitung?

20.10.2026, 21:31 Uhr

In Nigeria, dem bevölkerungsreichsten Staat Afrikas, ist der erste Ebola-Fall bestätigt worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums war die betroffene Frau vor Kurzem aus Uganda eingeflogen und mehrere Tage in einem privaten Krankenhaus im Raum Abuja behandelt worden. Laboruntersuchungen hätten nun ergeben, dass sie mit dem Bundibugyo-Stamm des Ebola-Virus infiziert ist. Die Patientin befinde sich in Isolation und werde medizinisch versorgt.

Das Ministerium erklärte, man arbeite gemeinsam mit dem nationalen Zentrum für Krankheitskontrolle, regionalen Gesundheitsbehörden und weiteren zuständigen Stellen daran, die Infektion einzudämmen und eine weitere Verbreitung zu verhindern. Die Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen habe bereits begonnen. Bislang seien 44 Kontakte ermittelt worden, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen, andere Patienten, Pflegepersonal und Personen aus dem Reiseumfeld.

Auch das Krankenhaus, in dem die Frau behandelt wird, soll sofort Unterstützung erhalten, um den Infektionsschutz und die Kontrollmaßnahmen zu verstärken. Zugleich rief die Regierung alle staatlichen und privaten Gesundheitseinrichtungen in dem Land mit rund 220 Millionen Einwohnern zu höchster Wachsamkeit auf.

Bereits vier afrikanische Länder betroffen

Der aktuelle Ebola-Ausbruch begann Mitte Mai in der Demokratischen Republik Kongo. Nigeria ist nun das vierte Land in Afrika, in dem Infektionen mit der Bundibugyo-Variante gemeldet wurden. Im Kongo wurden den Behörden zufolge bislang 9.552 Fälle und 4.602 Todesfälle registriert. In Kenia sind derzeit acht Ebola-Infektionen bekannt, darunter ein Todesfall.

Auch Uganda, das sowohl an den Kongo als auch an Kenia grenzt, meldete insgesamt 20 bestätigte Fälle. Diese wurden auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt. Zwei Menschen starben dort. Ende August erklärte Uganda seinen Ausbruch jedoch für beendet, nachdem 42 Tage lang kein neuer Fall festgestellt worden war.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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