Affenbaby Yuji begeistert Zoo-Besucher und Social Media
Ein kleines Affenbaby zieht derzeit im Zoo von Guadalajara in Mexiko und im Netz viel Aufmerksamkeit auf sich: Der männliche Husarenaffe Yuji wird von Tierpflegern mit der Flasche großgezogen, weil seine junge Mutter ihn nach der Geburt nicht ausreichend versorgen konnte. Ein Kuscheltier gibt dem Jungtier dabei Halt und Sicherheit. Im Internet wird Yuji deshalb schon scherzhaft als der „mexikanische Punch“ bezeichnet – eine Anspielung auf einen Japanmakaken, der zuletzt weltweit bekannt wurde.
Wie Iván Reynoso Ruiz, Leiter der Primatenabteilung des Zoos in der westmexikanischen Stadt Guadalajara, mitteilte, reisen inzwischen viele Menschen gezielt an, nachdem sie Yuji in sozialen Netzwerken entdeckt haben. Das Affenbaby ist inzwischen fast zwei Monate alt. Laut dem Zoo ist es gesund, deutlich kräftiger geworden und macht gerade erste Fortschritte beim Klettern.
Nur 443 Gramm bei der Geburt
Geboren wurde Yuji am 3. März mit einem Gewicht von lediglich 443 Gramm. Seinen Namen bekam er nach der Hauptfigur einer japanischen Manga-Reihe. Bereits kurz nach der Geburt bemerkten die Pfleger, dass die unerfahrene Mutter ihr Junges nicht säugte und auch Probleme hatte, es richtig zu tragen.
Da die ersten Stunden für neugeborene Tiere besonders entscheidend sind, entschied sich der Zoo dazu, den Husarenaffen (Erythrocebus patas) per Hand aufzuziehen.
Aufzucht mit der Flasche und späterer Umzug ins Gehege
Zurzeit erhält Yuji täglich vier Flaschen mit einem Muttermilchersatz, der durch eiweißreiches Getreide ergänzt wird. Wenn alles nach Plan verläuft, soll er im Alter von sechs bis sieben Monaten komplett auf die Nahrung erwachsener Tiere umgestellt werden. Dann stehen vor allem Obst und Gemüse auf seinem Speiseplan.
Sobald er soweit ist, soll Yuji außerdem das Krankenhaus des Zoos verlassen und in das Affengehege umziehen.
Kontakt zur Gruppe zunächst nur mit Abstand
An seine Artgenossen wird das Jungtier bisher nur sehr vorsichtig herangeführt. Aus einer Tiertransportbox heraus und durch einen Zaun getrennt kann Yuji die anderen Affen aus etwa einem Meter Entfernung sehen, hören und riechen. Auf diese Weise sollen sich sowohl das Baby als auch die Gruppe langsam aneinander gewöhnen.
Husarenaffen sind schnelle Bodenläufer
In freier Wildbahn leben Husarenaffen in den Savannen, Graslandschaften und Halbwüsten West- und Zentralafrikas. Ihr Fell ist auf der Oberseite rötlich-braun, während die Unterseite weiß bis grau gefärbt ist. Die Tiere halten sich überwiegend am Boden auf und gelten als ausgezeichnete Läufer. Im Ernstfall können sie Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde erreichen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion