Söder will auf Social Media künftig weniger Essensfotos zeigen
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigt an, seine Auftritte in sozialen Netzwerken stärker auf politische und ernste Themen auszurichten. Dem Münchner Merkur sagte der CSU-Chef, angesichts der sich zuspitzenden wirtschaftlichen und außenpolitischen Entwicklungen müsse auch die Kommunikation angepasst werden.
Weniger Fokus auf Kulinarik
Söder erklärte, Kritik nehme er grundsätzlich ernst. In den vergangenen Monaten war ihm auch aus den eigenen Reihen vorgeworfen worden, mitunter zu sehr auf Unterhaltung und Inszenierung zu setzen. Teilweise wurde sogar das eher enttäuschende Abschneiden der CSU bei den Kommunalwahlen im März mit seinem öffentlichen Auftreten in Verbindung gebracht.
Künftig wolle er daher seltener Beiträge veröffentlichen, in denen er beim Essen zu sehen ist. Authentizität solle in sozialen Medien zwar weiterhin ihren Platz haben, sagte Söder. Zugleich betonte er aber, inzwischen sei längst bekannt, welche Speisen er besonders möge – deshalb gebe es wichtigere Themen, auf die der Fokus gelegt werden sollte.
Nach seinen Angaben bestand schon bislang der weit überwiegende Teil seiner Social-Media-Beiträge aus politischen Inhalten. Mehr als 80 Prozent seiner Posts seien politischer Natur gewesen, während Beiträge rund um Döner und ähnliche Themen weniger als ein Prozent ausgemacht hätten.
Kein Bedarf für Umbildung im Kabinett
Mit Blick auf die Staatsregierung sieht Söder derzeit keinen größeren Änderungsbedarf. Das bayerische Kabinett arbeite mit Schwung und in enger Abstimmung mit der CSU-Landtagsfraktion zusammen. Eine Neubesetzung von Ministerposten hält er aktuell nicht für notwendig.
Jede Ministerin und jeder Minister habe sich nach seinen Worten in das jeweilige Ressort eingearbeitet und sich dort bewährt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion