DFB will im September den Weg für eigenständige Frauen-Bundesliga ebnen
Der Deutsche Fußball-Bund plant für den 18. September einen außerordentlichen virtuellen Bundestag. Dabei sollen die formalen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Frauen-Bundesliga künftig eigenständig organisiert werden kann. Nach Angaben des Verbands geht es um notwendige Satzungsänderungen zur Ausgliederung der Google Pixel Frauen-Bundesliga sowie um die Zustimmung zu den vertraglichen Grundlagen für die Übertragung an den FBL e.V.
Bereits Ende des vergangenen Jahres hatten die 14 Vereine der 1. Liga den Frauen-Bundesliga FBL e.V. gegründet. An dessen Spitze steht die Frankfurter Funktionärin Katharina Kiel. Ab der Spielzeit 2027/28 wollen die Clubs die Liga in eigener Verantwortung organisieren und vermarkten.
Auch Pachtvertrag steht zur Abstimmung
Schon im Mai hatten sich DFB und FBL auf einen Grundlagenvertrag verständigt, der unter anderem die finanziellen Beziehungen regelt. Zusätzlich muss der Bundestag nun noch einen inzwischen ausgehandelten Pachtvertrag absegnen. Erst damit wäre es der Liga möglich, Medienrechte eigenständig auszuschreiben und zu vergeben.
Gerade dieser Schritt gilt als besonders wichtig, um die Entwicklung der Frauen-Bundesliga zu beschleunigen und ihre Präsenz deutlich zu erhöhen.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf sprach von einem bedeutenden Fortschritt für die Zukunft der Liga. DFB und FBL hätten in den vergangenen Monaten intensiv an einer belastbaren Grundlage für die neue Struktur gearbeitet. Auf dieser Basis, so Neuendorf, könne die Frauen-Bundesliga ihre positive Entwicklung sowohl sportlich als auch wirtschaftlich weiter vorantreiben.
DFB will zentrale Aufgaben weiterhin übernehmen
Der Verband betont zugleich, dass er auch nach der Übergangsphase wichtige Bereiche verantworten wird. Dazu zählen insbesondere die Förderung des Nachwuchses sowie die weitere Professionalisierung des Schiedsrichterwesens.
Generalsekretär Holger Blask erklärte zudem, der DFB werde sich künftig verstärkt auf die Weiterentwicklung des Frauenfußballs rund um die Frauen-Nationalteams, den DFB-Pokal sowie den Frauen- und Mädchenfußball in den übrigen Spielklassen konzentrieren.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber