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Der Fall Fabian: Was geschah?

Ein Verbrechen erschütterte im vergangenen Oktober viele: Der achtjährige Fabian wurde Opfer einer Gewalttat. Nach monatelangen, aufwendigen Ermittlungen steht die Verdächtige jetzt vor Gericht. Der schwerwiegende Vorwurf: Mord.

28.04.2026, 05:07 Uhr

INHALT

Der Fall um Fabian hat in ganz Deutschland große Aufmerksamkeit erregt. Viele Fragen sind weiterhin ungeklärt. Nun soll das Landgericht Rostock dazu beitragen, Antworten zu finden. Ein chronologischer Überblick über die bisherigen Ereignisse:

2025

10. Oktober: Fabian bleibt wegen Unwohlseins daheim, während seine Mutter arbeiten geht. Als sie zurückkehrt, ist er verschwunden und kommt auch später nicht wie gewohnt nach Hause. Gegen 20.30 Uhr meldet die Mutter ihren Sohn als vermisst. Nach bisherigen Ermittlungsergebnissen wurde Fabian bereits an diesem Tag zwischen 11.00 und 15.00 Uhr getötet.

14. Oktober: Nach einem Hinweis einer Frau entdecken Einsatzkräfte Fabians Leiche am Rand eines Tümpels bei Klein Upahl, rund 15 Kilometer südlich von Güstrow. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde der Körper angezündet, vermutlich um Spuren zu vernichten.

21. Oktober: Bei der Kriminalpolizeiinspektion Rostock wird eine erweiterte Mordkommission eingerichtet.

30. Oktober: In der Güstrower Kirche St. Marien wird in einem Trauergottesdienst Abschied von Fabian genommen. Hunderte Menschen kommen zusammen.

5. November: Der Fall wird in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY… Ungelöst“ vorgestellt. Danach erhalten die Ermittler mehr als 30 Hinweise.

6. November: Ab 6.00 Uhr durchsucht die Polizei mit etwa 120 Einsatzkräften mehrere Objekte in Reimershagen und Rum Kogel. Eine Frau wird wegen dringenden Mordverdachts festgenommen. Außerdem stellen die Beamten einen orangefarbenen Ford Ranger sicher.

7. November: Der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Rostock eröffnet der Verdächtigen den Haftbefehl wegen dringenden Mordverdachts. Sie kommt in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

20. November: Die Ermittler wenden sich erneut an die Öffentlichkeit und bitten um Informationen zu dem orangefarbenen Ford Ranger der Tatverdächtigen.

24. November: Der Verteidiger der Beschuldigten, Andreas Ohm, beantragt eine Haftprüfung. Er argumentiert, dass die Gründe für die Inhaftierung lediglich auf Indizien beruhten.

3. Dezember: Das Amtsgericht Rostock führt einen Haftprüfungstermin durch und bestätigt den Haftbefehl gegen die Verdächtige. Der Anwalt kündigt daraufhin Beschwerde beim Landgericht Rostock an.

5. Dezember: Rund 25 Ermittler durchsuchen erneut eine Wiese in der Nähe des Fundorts bei Klein Upahl. Neue Erkenntnisse ergeben sich dabei nicht.

9. Dezember: Die Haftbeschwerde des Verteidigers geht beim Amtsgericht Rostock ein.

16. Dezember: Die Staatsanwaltschaft teilt mit, dass frühestens im März 2026 mit dem Ende der Ermittlungen zu rechnen sei. Noch müssten Hunderte Spuren ausgewertet werden.

19. Dezember: Das Landgericht Rostock weist die Beschwerde des Anwalts zurück. Die Beschuldigte bleibt in Untersuchungshaft.

2026

2. März: Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, die Ermittlungen am 5. oder 6. März abzuschließen. Ob dann auch direkt Anklage erhoben wird, bleibt zunächst offen.

9. März: Fünf Monate nach Fabians Tod beendet die Staatsanwaltschaft Rostock ihre Ermittlungen und erhebt Anklage. Der Frau wird heimtückischer Mord vorgeworfen. Nach dem Stand der Ermittlungen soll sie das ihr gut bekannte Kind aus dem Haus gelockt und an einem Teich mit mindestens sechs Messerstichen getötet haben.

28. April: Vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Rostock beginnt der Prozess gegen die 30 Jahre alte Angeklagte, die weiterhin in Untersuchungshaft sitzt. Zunächst sind 17 Verhandlungstage bis zum 2. Juli vorgesehen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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