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Schock-Bilanz: Jeder 4. Werktag fordert ein Todesopfer

Erschreckende Bilanz vom Bau: Fast an jedem vierten Werktag kommt auf deutschen Baustellen ein Mensch ums Leben. Warum Gewerkschaften und Berufsgenossenschaften jetzt deutlich mehr Einsatz beim Arbeitsschutz verlangen.

28.04.2026, 04:00 Uhr

Tödliche Arbeitsunfälle in Bau und Reinigung weiter auf hohem Niveau

In Deutschland kommt statistisch an jedem vierten Werktag ein Mensch auf einer Baustelle oder im Reinigungsbereich ums Leben. Darauf haben die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Im vergangenen Jahr starben demnach 74 Beschäftigte bei Arbeitsunfällen in der Bauwirtschaft und in baunahen Dienstleistungen. Das waren vier Todesfälle weniger als im Jahr davor. Als Werktage gelten nach dem Bundesurlaubsgesetz alle Tage außer Sonn- und gesetzlichen Feiertagen.

Zusätzlich meldeten die Organisationen für 2025 insgesamt 400 Todesfälle infolge von Berufskrankheiten. Als Beispiele nannten sie gesundheitliche Schäden durch frühere Belastungen mit Staub oder Asbest.

Gewerkschaft warnt: Viele Unfälle ließen sich verhindern

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen appellieren BG BAU und IG BAU an die Beschäftigten, riskante Situationen am Arbeitsplatz nicht zu akzeptieren. Arbeitsschutz auf Baustellen müsse im Alltag konsequent umgesetzt werden.

Mathias Neuser, kommissarischer Vorstandsvorsitzender der BG BAU, betonte, Arbeitsschutz sei zwar in erster Linie Aufgabe der Arbeitgeber. Echte Sicherheit entstehe aber nur dann, wenn auch alle Beschäftigten Verantwortung für sich selbst und ihre Kolleginnen und Kollegen übernähmen. Viele Unfälle seien vermeidbar. Wenn Schutzmaßnahmen konsequent angewandt und von den Beschäftigten aktiv eingefordert würden, könnten Menschenleben gerettet werden. Ziel müsse sein, dass alle nach der Arbeit gesund zu ihren Familien und Freunden zurückkehren.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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