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Darum müssen wir jetzt auf Winterzeit umstellen

Schon wieder Zeitumstellung: Warum das Uhrendrehen nervt – und wem die Extra-Stunde diesmal richtig zugutekommt

21.10.2026, 06:00 Uhr

Am Sonntag können viele Menschen eine Stunde länger schlafen: In Deutschland und den meisten europäischen Ländern beginnt in der Nacht zum 25. Oktober wieder die Winterzeit. Dafür werden die Uhren um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Die doppelt auftretende Stunde wird technisch in 2A und 2B unterteilt. Anschließend gilt bis zum 28. März 2027 erneut die Normalzeit, die umgangssprachlich Winterzeit genannt wird.

Die Zeitumstellung war in Deutschland 1980 wieder eingeführt worden. Hintergrund war damals vor allem das Ziel, Energie zu sparen und das Tageslicht besser zu nutzen.

Kritik an der Zeitumstellung

Für die automatische Umstellung vieler Uhren in Deutschland ist die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig verantwortlich. Über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main werden unter anderem Funkuhren, Bahnhofsuhren und zahlreiche Industrieanlagen mit dem passenden Zeitsignal versorgt.

Während sich viele über die zusätzliche Stunde Schlaf freuen, steht die Zeitumstellung seit Jahren in der Kritik. Gegner bemängeln, dass sie den Alltag unnötig verkompliziere und den biologischen Rhythmus störe. Genannt werden dabei unter anderem Schlafprobleme, Konzentrationsstörungen und Migräne. Studien weisen zudem auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Darmprobleme und Schlaganfälle hin.

Keine Einigung in der EU

Eine Abschaffung der Zeitumstellung wäre nur mit einer gemeinsamen europäischen Regelung sinnvoll. Zwar hatte die EU-Kommission bereits 2018 vorgeschlagen, die Umstellung zu beenden, nachdem sich in einer Online-Befragung mehr als 80 Prozent der Teilnehmer dafür ausgesprochen hatten.

Nach den Plänen der Kommission sollten die Mitgliedstaaten selbst entscheiden, ob dauerhaft Sommer- oder Winterzeit gelten soll. Allerdings müssten sie sich dabei abstimmen, um Nachteile etwa für den Binnenmarkt zu vermeiden. Eine gemeinsame Linie gibt es bislang jedoch nicht. Seit Jahren gelingt es den EU-Staaten nicht, sich auf eine Lösung zu verständigen. Eine Untersuchung zu den möglichen Folgen einer Abschaffung soll früheren Angaben zufolge bis Jahresende vorliegen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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