Fußball

Schock im blauen Rauch: Bayern-Frauen patzen

2:0 verspielt! Pyro-Chaos bringt Bayerns Frauen aus dem Tritt – dann schlägt ausgerechnet eine DFB-Spielerin für City zu.

23.09.2026, 05:55 Uhr

Bayern-Frauen ärgern sich über Remis gegen Manchester City

Die Fußballerinnen des FC Bayern haben sich nach dem Start in die neue Champions-League-Saison enttäuscht gezeigt. Nach dem 2:2 (2:1) gegen Manchester City überwog vor allem der Frust darüber, einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gegeben zu haben. Torhüterin Ena Mahmutovic machte keinen Hehl aus ihrer Enttäuschung und betonte, dass die Münchnerinnen diese Partie eigentlich hätten gewinnen müssen.

Pyrotechnik sorgt für Unruhe vor dem Anschlusstreffer

Bayern hatte gegen den englischen Meister bereits mit 2:0 geführt, konnte den Vorsprung aber nicht ins Ziel bringen. Besonders ärgerlich aus Münchner Sicht: Der erste Treffer der Gäste fiel über jene Seite des Platzes, auf die kurz zuvor Pyrotechnik geworfen worden war. Blauer Rauch zog über das Feld, zudem war am Rand noch roter Rauch zu sehen. Offenbar brachte die Situation die Gastgeberinnen kurzzeitig aus dem Konzept.

Mahmutovic kritisierte im Anschluss, dass das Spiel in einer solchen Situation eigentlich hätte unterbrochen werden müssen. Ihrer Ansicht nach entstand der Angriff zum 1:2 genau über die betroffene Seite. Zwar hielt die Bayern-Schlussfrau nach dem Anschlusstreffer zunächst noch einen Elfmeter von Khadija Shaw in der 62. Minute, doch kurz vor Schluss gelang Manchester dennoch der Ausgleich. Carlotta Wamser, die im Sommer nach England gewechselt war, traf in der 86. Minute vor 4.291 Zuschauern im Sportpark Unterhaching zum 2:2.

Gwinn: Führung hätte konsequenter verteidigt werden müssen

Auch Kapitänin Giulia Gwinn sprach von einem gefühlten Punktverlust. Aus ihrer Sicht habe sich das Ergebnis eher wie zwei verlorene Zähler angefühlt. Sie forderte von ihrer Mannschaft mehr Reife in solchen Spielphasen, um eine Führung entschlossener zu verteidigen.

Bayern München - Manchester City
Die Bayern-Frauen konnten früh jubeln. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Dabei hatte das Team von Trainer José Barcala zunächst einen starken Auftritt hingelegt. Gwinn brachte Bayern schon in der 11. Minute in Führung. Danach erhöhte Manchester-Verteidigerin Kerstin Casparij mit einem Eigentor auf 2:0 (28.). Erst kurz vor der Pause kamen die Gäste durch Beth Mead wieder heran.

Deutliche Kritik an der Schiedsrichterin

Nicht nur die Spielerinnen, auch Bayerns Direktorin für den Frauenfußball, Bianca Rech, äußerte Unverständnis über die Entscheidung der Schiedsrichterin, trotz der Störung weiterspielen zu lassen. Ihrer Meinung nach hätte die Partie in dem Moment gestoppt werden müssen. Rech erklärte, einige Spielerinnen hätten in der unübersichtlichen Situation bereits abgeschaltet, wodurch der Treffer zusätzlich begünstigt worden sei.

Für Verwunderung sorgte zudem, dass die spanische Referee Olatz Rivera Olmedo selbst auf den Platz ging, den rauchenden Gegenstand entfernte und ihn in Richtung Tribüne warf. Auch dieses Vorgehen stieß bei den Münchner Verantwortlichen auf Kritik.

Trotz des verpassten Erfolgs wurden die Bayern-Spielerinnen nach dem Schlusspfiff von den Fans gefeiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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