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Brenner-Blockade: Darum rückt Südtirols Polizei auf

Brenner dicht, Stau droht: Acht Stunden Stillstand im Transit – Südtirol schlägt Alarm und fährt den Zivilschutz hoch.

30.05.2026, 08:37 Uhr

Südtirol erhöht Zivilschutz-Aufmerksamkeit wegen Brenner-Sperre

Angesichts der heutigen Sperre am Brenner und des erwarteten starken Rückreiseverkehrs hat Südtirol die Alarmbereitschaft im Zivilschutz angehoben. Für die Behörden ist die Kombination aus Blockade und starkem Reiseaufkommen ein Ereignis mit klarer Relevanz für den Bevölkerungsschutz, erklärte Klaus Unterweger, Leiter der Agentur für Bevölkerungsschutz, im Gespräch mit Rai Südtirol.

Am Brennerpass ist die Durchfahrt auf österreichischer Seite für Autos und Motorräder von 11.00 bis 19.00 Uhr untersagt. In Italien gilt die Sperre bereits von 10.30 bis 20.00 Uhr. Hintergrund ist eine Demonstration in Österreich, die sich gegen die starke Verkehrsbelastung auf der Brennerroute richtet.

Die Verkehrspolizei in Südtirol hat ihre Einsätze deutlich ausgeweitet. Zudem wurde eine engmaschigere Kontrolle entlang der gesamten Brennerachse angekündigt. Reisenden wurde geraten, auf nicht notwendige Fahrten auf dieser Strecke möglichst zu verzichten.

Ab Sterzing ist Schluss

Auf italienischer Seite dürfen Fahrzeuge ab Sterzing nicht weiterfahren. Nach Angaben von Hartmann Reichhalter von der Brennerautobahn A22 sollen die betroffenen Fahrzeuge dort von der Autobahn geleitet, im Umfeld verteilt und bis zum Abend aufgehalten werden, bevor sie ihre Fahrt wieder aufnehmen können.

Viele Urlauber haben auf die Sperre bereits reagiert und ihre Rückreise umgeplant. Ein Teil trat die Heimfahrt schon am Freitag an, andere wollen erst in den nächsten Tagen abreisen, um Staus und Behinderungen zu vermeiden.

Die Behörden rechnen deshalb auch nach dem eigentlichen Sperrtag mit hohem Verkehrsaufkommen. Autofahrer müssen somit nicht nur heute, sondern auch in den darauffolgenden Tagen mit spürbaren Verzögerungen rechnen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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