Bei einem schweren Bootsunglück in Simbabwe sind nach Regierungsangaben mindestens 44 Menschen ums Leben gekommen. Wie das Ministerium für Kommunalverwaltung mitteilte, kenterte eine überfüllte Fähre auf dem Karibasee im Nordwesten des Landes, nachdem sie von einer hohen Welle erfasst worden war.
Den Angaben zufolge war das Boot für 90 Passagiere ausgelegt, hatte jedoch 119 Erwachsene an Bord. Zudem befand sich laut Ministerium auch eine bislang nicht näher bekannte Zahl von Kindern auf der Fähre.
Der Unfall ereignete sich demnach am späten Dienstag. Die Such- und Rettungsarbeiten wurden am Mittwoch fortgesetzt. Spezialisierte Wasserrettungsteams seien in das betroffene Gebiet eingeflogen worden. Bislang konnten 77 Menschen gerettet werden.
Der rund 5.580 Quadratkilometer große Stausee an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe gilt nach seinem Volumen als größter künstlich angelegter See der Welt. Er dient vor allem der Stromerzeugung für beide Länder, spielt aber auch für Fischerei und Tourismus eine wichtige Rolle.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber