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Beton auf Gleisen – Zug kann plötzlich nicht mehr bremsen

Gefährliche Sabotage auf den Gleisen: Unbekannte legen mehrere Betonbrocken auf die Schienen. Als ein Regionalzug heranrollt, bleibt dem Lokführer kaum noch Zeit zu reagieren.

27.04.2026, 17:48 Uhr

Betonbrocken auf Gleisen bei Schliersee: Regionalzug beschädigt, große Verspätungen

Unbekannte haben bei Schliersee im Landkreis Miesbach mehrere Betonstücke auf die Bahngleise gelegt und damit einen gefährlichen Zwischenfall ausgelöst. Nach Angaben der Bundespolizei konnte eine Regionalbahn nicht mehr rechtzeitig anhalten und fuhr über die Hindernisse hinweg.

Der Vorfall ereignete sich kurz vor dem Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus auf der Strecke zwischen Schliersee und Bayrischzell. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden am Sonntag insgesamt 16 Betonbrocken mit einem Durchmesser von etwa 20 bis 30 Zentimetern über eine Strecke von rund 70 Metern verteilt.

Durch die Wucht des Zuges wurden die Brocken entweder weggeschleudert oder zerdrückt. Am Zug entstand dabei ersten Schätzungen zufolge ein Schaden von etwa 50.000 Euro. Der Lokführer erlitt einen Schock, die drei Fahrgäste blieben laut Bundespolizei unverletzt.

Vor der Unglücksstelle waren dem Lokführer den Angaben zufolge zwei junge Männer aufgefallen. Wenig später sollen sie auch am Haltepunkt Fischhausen-Neuhaus gesehen worden sein, von wo aus sie mit einem E-Scooter oder E-Roller in Richtung Fischbachau flüchteten. Die Ermittler halten es für möglich, dass es sich um die Täter handelt. Eine noch in der Nacht gestartete Suche, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, blieb jedoch ohne Erfolg.

Die Bahnstrecke musste nach dem Vorfall für fast drei Stunden gesperrt werden. Insgesamt summierten sich die Zugverspätungen auf 260 Minuten. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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