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ARD-Doku: Was enthüllen Kebekus und Neubauer zum Papst?

Trump contra Papst: Wird Leo XIV. zur moralischen Instanz der Welt? Die neue ARD-Doku zeigt, warum zwei Promi-Frauen zweifeln.

01.05.2026, 11:00 Uhr

Carolin Kebekus fordert von Papst Leo XIV. vor allem eine konsequente Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. In einer neuen ARD-Dokumentation sagt die Entertainerin, wenigstens hier müsse der Vatikan Entschlossenheit zeigen, Archive zugänglich machen und Verantwortung übernehmen. Das sei für sie ein Ausdruck echter Nächstenliebe. Große Erwartungen an den seit rund einem Jahr amtierenden Papst habe sie allerdings nicht.

Wunsch nach einer moralischen Instanz

Die Doku zeichnet Leo XIV. zugleich als Papst, der öffentlich klar Stellung bezieht, zügig auftritt und sich auch mächtigen Politikern wie US-Präsident Donald Trump entgegenstellt. Klimaaktivistin Luisa Neubauer sagt, viele Menschen sehnten sich in unsicheren Zeiten nach einer Art weltweitem moralischem Gewissen.

Der Film von Johannes Winkler, produziert unter Federführung des BR, läuft an diesem Sonntag, 3. Mai, um 13.15 Uhr in der ARD und ist bereits in der Mediathek abrufbar.

Zwischen Friedensappellen und Reformfragen

Neben Kebekus und Neubauer kommen in der Dokumentation unter anderem der Münchner Kardinal Reinhard Marx, CSU-Politiker Manfred Weber und der frühere thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow zu Wort.

Nach außen erscheint Leo XIV. als moralische Autorität, die zu Frieden und mehr Klimaschutz mahnt. Marx beschreibt ihn als nachdenklichen Mann und Brückenbauer.

Offen bleibt jedoch, wie reformbereit der Papst innerhalb der Kirche tatsächlich ist. Der Film geht auch auf Streitfragen wie die Segnung homosexueller Paare ein und fragt, ob Leo eher Veränderungen vorantreibt oder konservative Kräfte schont.

Kirche, Rechte und Kritik an KI

Thematisiert wird zudem das Spannungsverhältnis zu rechtsnationalen Strömungen, die sich zwar auf Christentum und Kirche berufen, mit den Friedensbotschaften und dem Eintreten für Nächstenliebe des Papstes aber wenig anfangen können. Der Kirchenhistoriker Massimo Faggioli spricht in diesem Zusammenhang von einer neuen Tech-Rechten, die christliche Begriffe aufgreife, zugleich aber Technik und Künstliche Intelligenz als eigentliche Rettung darstelle. Leo XIV. äußert sich hingegen immer wieder skeptisch über den Einfluss von KI.

Kebekus bringt eine Päpstin ins Spiel

Mit Blick auf die Zukunft sagt Neubauer, wenn es das Papstamt schon gebe, müsse man es wenigstens mit vollem Einsatz ausfüllen. Gerade dadurch entstehe für dieses eigentlich überholte Amt überhaupt noch Legitimation.

Kebekus geht noch einen Schritt weiter: Ihrer Ansicht nach wäre es Zeit für eine Frau an der Spitze der katholischen Kirche. Nach geltendem Kirchenrecht ist das jedoch ausgeschlossen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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