Mehr als 3.500 Menschen wegen Waldbrand in der Toskana evakuiert
Ein schwerer Waldbrand in der Toskana hat mehr als 3.500 Bewohner zur Flucht aus ihren Häusern gezwungen. Das Feuer breitet sich seit mehreren Tagen im Landesinneren zwischen Pisa und Lucca aus. In der Nacht verschärfte sich die Lage deutlich.
Besonders stark betroffen ist das Gebiet rund um den 830 Meter hohen Monte Faeta sowie die Gemeinde San Giuliano Terme. Nach Angaben der Feuerwehr sind zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort. Unterstützt werden sie von Löschflugzeugen und Hubschraubern.
Die örtlichen Behörden erklären, dass starke Windböen die Flammen immer wieder neu anfachen. Deshalb ordnete die Präfektur am Abend die Räumung der am stärksten bedrohten Orte an. Für die Evakuierten wurden unter anderem Sporthallen in der Umgebung als Notunterkünfte eingerichtet.
Die Region um den Monte Faeta gilt zudem als beliebtes Ziel für Ausflüge und Wanderungen. Der Präsident der Region, Eugenio Giani, sprach von einer sehr ernsten Lage, die den vollen Einsatz aller Kräfte erfordere. Auch Soldaten der italienischen Armee beteiligen sich an den Maßnahmen.
Die Toskana mit ihrer Hauptstadt Florenz zählt zu den gefragtesten Ferienregionen Italiens und wird regelmäßig auch von vielen deutschen Urlaubern besucht. Ob Touristen direkt von dem Brand betroffen sind, war zunächst noch unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion