Fußball

Nach Last-Minute-Schock: Zündet jetzt die Wut des SC?

Ginter tobt, Treu platzt fast: Nach dem bitteren Rückschlag soll Freiburgs Wut den Endspurt befeuern – jetzt wird’s nervenaufreibend.

01.05.2026, 09:52 Uhr

Aus der Enttäuschung soll neue Kraft entstehen: Beim SC Freiburg wollen Matthias Ginter und seine Mitspieler den Frust über die späte 1:2-Niederlage im Europa-League-Hinspiel bei Sporting Braga in positive Energie ummünzen. Die Devise ist eindeutig: Emotionen kanalisieren, nach vorne schauen. Trotz des Rückschlags in der Nachspielzeit betonte Trainer Julian Schuster, dass für den Sport-Club weiterhin alles möglich sei. Beim 41-Jährigen überwiegt nach der bitteren Pleite eine Mischung aus Ärger, Konzentration und Zuversicht.

Der Blick richtet sich nun zunächst auf die Bundesliga. Am Sonntagabend (19.30 Uhr/DAZN) empfängt Freiburg den VfL Wolfsburg und kämpft weiter um wichtige Punkte im Rennen um die erneute Qualifikation für den Europapokal. Gleichzeitig lebt die Hoffnung, das Duell mit Braga im Rückspiel am Donnerstag (21.00 Uhr/RTL) doch noch zu drehen.

Zusätzliche Champions-League-Plätze im Blick

Auch aus der Bundesliga dürften dem SC gute Wünsche sicher sein. Denn nur wenn Freiburg die Europa League gewinnt und Bayern München die Champions League, bleibt die Chance auf weitere deutsche Startplätze in der Königsklasse bestehen. Nach den knappen Halbfinal-Hinspielniederlagen der letzten deutschen Vertreter ist der Abstand auf Spanien im UEFA-Ranking allerdings wieder größer geworden.

Nur die beiden bestplatzierten Nationen erhalten einen zusätzlichen fünften Champions-League-Platz. Sollte Freiburg am Ende tatsächlich die Europa League gewinnen, könnte der Sport-Club sogar als sechstes deutsches Team in der kommenden Saison in der Champions League antreten.

Zwischen guter und sehr guter Saison

Die kommenden Tage entscheiden mit darüber, wie diese Spielzeit in Freiburg bewertet wird: als gut oder sogar als herausragend. Erst vor einer Woche war der SC im Halbfinale des DFB-Pokals nach einem Gegentor in der Verlängerung am VfB Stuttgart gescheitert. Nun droht in Europa der nächste schmerzhafte Rückschlag.

Nach dem Abpfiff in Braga war Ginter der Frust deutlich anzumerken: Der Abwehrspieler schleuderte eine Jacke weg und trat danach. Außenverteidiger Philipp Treu zeigte seine Gefühle weniger offen, schilderte aber ähnliche Empfindungen. Nach der entscheidenden Szene sei er so wütend gewesen, dass er am liebsten alles kurz und klein geschlagen hätte.

Dabei hatte Freiburg nach der Pause nur wenig zugelassen und kassierte trotzdem noch den zweiten Treffer. Schuster stellte klar, dass seine Mannschaft den Anspruch habe, solche Situationen besser zu verteidigen. Allein vom Pech wollte er deshalb nicht sprechen.

Torhüter Noah Atubolu war dabei zugleich Unglücksrabe und Rückhalt. Vor dem späten 1:2 ließ er den Ball unglücklich nach vorne abprallen, hatte in der ersten Halbzeit aber auch einen Elfmeter des früheren Bundesliga-Profis Rodrigo Zalazar pariert.

Nervenzehrender Endspurt

Trotz allem lebt Freiburgs Traum vom Finale in Istanbul am 20. Mai weiter. Dort könnte als Gegner Nottingham Forest oder Aston Villa warten. Sollte der große Wurf in Europa ausbleiben, bleibt über die Bundesliga zumindest noch die Chance auf die Conference League im Duell mit Eintracht Frankfurt.

So steht dem SC Freiburg ein spannender und nervenaufreibender Saisonendspurt bevor – in der Liga ebenso wie auf europäischer Bühne.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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