Geständnis zum Prozessauftakt in München
Ein 25-Jähriger hat vor dem Landgericht München I eingeräumt, seine Stiefmutter getötet zu haben. In einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung sagte er, er habe bei der Tat „wie in Trance“ gehandelt. Zugleich betonte er, dass er sein Handeln zutiefst bereue.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft soll der Mann die Frau nach einem Streit mit zahlreichen Messerstichen attackiert haben. Die Verletzungen waren so schwer, dass die Stiefmutter wenig später im Krankenhaus starb.
Dem Angeklagten zufolge war das Verhältnis zu der Frau über Jahre von Konflikten geprägt. Er habe den Eindruck gehabt, sie wolle ihn und seinen Vater gegeneinander aufbringen. Zudem habe sie ihn beim Vater schlecht dargestellt und diesen beeinflusst. Diese Situation sei für ihn kaum noch auszuhalten gewesen, erklärte er.
Den Vorwurf eines fremdenfeindlichen Tatmotivs wies der 25-Jährige zurück. Zwar bezeichnete er sich selbst als politisch rechtsstehend, fremdenfeindlich sei er jedoch nicht. Bei den Ermittlungen war nationalsozialistische Literatur bei ihm entdeckt worden. Die getötete Frau stammte aus Montenegro.
Für das Verfahren sind noch sieben weitere Verhandlungstage vorgesehen. Ein Urteil könnte am 28. Juni verkündet werden.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion