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19 Stiche: War es der Ex? Verdächtiger gefasst

19 Messerstiche, Flucht nach Polen: Der Verdächtige ist gefasst – doch bis zur Auslieferung nach Deutschland könnte es dauern.

23.10.2026, 12:18 Uhr

Tatverdächtiger nach tödlichem Gewaltverbrechen in Marburg in Polen festgenommen

Nur einen Tag nach dem Fund einer getöteten Frau in Marburg haben Ermittler einen Verdächtigen gefasst. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen 42-jährigen Polen, der als ehemaliger Partner der 35-Jährigen gilt. Ihm wird vorgeworfen, die Frau mit 19 Messerstichen getötet zu haben. Der Mann war bereits ins Ausland geflohen und wurde am Donnerstag in Polen festgenommen. Gegen ihn besteht der dringende Verdacht des Mordes.

Der Beschuldigte hat in Deutschland nach bisherigen Erkenntnissen keinen gemeldeten Wohnsitz. Er soll nun nach Deutschland überstellt werden. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dürfte das Auslieferungsverfahren mehrere Wochen oder sogar Monate in Anspruch nehmen. Ob sich der Mann in Polen bereits zu den Vorwürfen geäußert hat, war zunächst nicht bekannt.

Motiv weiterhin offen

Nach bisherigen Ermittlungen hatten der 42-Jährige und die Getötete früher zumindest zeitweise eine Beziehung. Die 35-Jährige lebte den Angaben zufolge wegen des Verhaltens eines anderen Ex-Partners in einem Frauenhaus. Am Mittwoch soll sie mit dem Tatverdächtigen verabredet gewesen sein. Im Verlauf dieses Treffens soll es zu der tödlichen Attacke gekommen sein. Warum es zu der Tat kam, ist bislang noch unklar.

Die Frau war zunächst als vermisst gemeldet worden. Bei einer Suchaktion entdeckten Polizeikräfte ihre Leiche am Mittwochnachmittag in einem Gebüsch. Durch intensive Ermittlungen kamen die Beamten dem Verdächtigen auf die Spur. Die Fahndung führte schließlich nach Polen. Ein Amtsgericht erließ sowohl einen nationalen als auch einen europäischen Haftbefehl. In Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden wurde der Mann schließlich festgenommen.

Weitere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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