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19 Jahre vermisst: Sind es ihre Leichenteile?

19 Jahre ungelöst – jetzt gibt es plötzlich neue Hinweise und menschliche Überreste. Was verkündet die Polizei heute?

19.10.2026, 04:15 Uhr

Polizei will neue Erkenntnisse im Fall Kerstin Lee Langley vorstellen

Fast zwei Jahrzehnte nach dem Verschwinden von Kerstin Lee Langley will die Polizei in Regensburg über den Stand der Ermittlungen informieren. Für 14.00 Uhr hat das Polizeipräsidium eine Pressekonferenz angekündigt, bei der die bisherigen Ergebnisse sowie neue Erkenntnisse präsentiert werden sollen. Im Zentrum dürfte die Frage stehen, ob die zuletzt bei Erdarbeiten in der Oberpfalz entdeckten menschlichen Überreste der seit 2007 vermissten Frau zugeordnet werden können.

Die sterblichen Überreste waren am 9. Oktober in Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz gefunden worden. Vorausgegangen waren neue Hinweise auf mögliche Orte, an denen gesucht werden sollte. In den darauffolgenden Tagen weitete die Polizei ihre Maßnahmen auch auf Sulzbach-Rosenberg aus, fand dort jedoch keine weiteren Spuren. Welche Resultate die rechtsmedizinische Untersuchung der gefundenen Leichenteile erbracht hat, wurde bislang nicht bekannt.

Seit dem Sommer 2007 verschwunden

Kerstin Lee Langley war im Sommer 2007 im Alter von 39 Jahren von ihrem Bruder als vermisst gemeldet worden. Nach Angaben der Ermittler erklärte ihr damaliger Lebensgefährte, die Frau habe ihn verlassen und sei mit einem alten Bekannten in einem dunklen Wagen mit Deggendorfer Kennzeichen weggefahren. Diesen Mann konnte die Polizei bis heute nicht ermitteln.

Für entscheidende Hinweise hat das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Auch ungewöhnlichen Hinweisen wurde nachgegangen

Bereits 2024 hatten Einsatzkräfte bei der Suche nach möglichen sterblichen Überresten ein Waldgebiet westlich von Regensburg abgesucht. Auslöser war damals ein Hinweis, der nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ eingegangen war. Nach Angaben eines Sprechers des Polizeipräsidiums Oberpfalz bezeichnete sich der Hinweisgeber selbst als „Seher“.

Weil der Vermisstenfall seit vielen Jahren ungeklärt ist und es kaum andere Ansätze gab, entschieden sich die Ermittler dennoch, dem Hinweis nachzugehen. Bei der Suche wurden allerdings nur Überreste entdeckt, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem Tier stammten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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