Wirtschaft

Trump plant: KI-Firmen kontrollieren sich selbst

KI außer Kontrolle? Trump setzt nach Treffen mit Tech-Bossen ausgerechnet auf Selbstkontrolle der Firmen.

29.09.2026, 22:50 Uhr

US-Präsident Donald Trump setzt bei der Kontrolle von Künstlicher Intelligenz trotz Warnungen vor schwerwiegenden Gefahren vor allem auf die Unternehmen selbst. Nach einem Treffen mit führenden KI-Managern in Washington sagte er, die Entwickler würden sich im Wesentlichen eigenständig beaufsichtigen. Als Schutzmechanismus nannte Trump vor allem die wirtschaftlichen Eigeninteressen der Firmen: Wenn etwas schieflaufe, sei ihr eigenes Geschäft in Gefahr. Daher würden die Unternehmen aus seiner Sicht schon dafür sorgen, dass es nicht dazu komme – und sich zudem gegenseitig im Blick behalten.

Zuletzt hatten Berichte über autonome Hackerangriffe durch KI-Modelle die Debatte über mögliche Risiken weiter angeheizt. Auch Vertreter der Branche warnten, dass sich langfristig selbst extreme Folgen nicht vollständig ausschließen ließen. Dario Amodei, Chef des KI-Unternehmens Anthropic, hatte sich dafür ausgesprochen, die Entwicklung besonders leistungsstarker Modelle vorsichtiger und langsamer voranzutreiben, um einen Kontrollverlust zu vermeiden. Trump lehnt allerdings schon seit Längerem strengere staatliche Eingriffe ab. Er argumentiert, die USA dürften ihren technologischen Vorsprung gegenüber China nicht verspielen.

Nach Angaben von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wurden bei dem Treffen nun mehrere Leitlinien vereinbart, darunter belastbare interne Kontrollmechanismen. Außerdem soll es externe Beobachter geben. Das ähnelt einem Vorschlag, den Amodei vor einigen Wochen vorgestellt hatte und der unter anderem auch von OpenAI-Chef Sam Altman unterstützt wurde. Amodei betonte im Anschluss an das Treffen, KI biete enormes Potenzial, bringe jedoch auch sehr konkrete Risiken mit sich. Wie diesen Gefahren wirksam begegnet werden könne, werde derzeit weiterhin diskutiert.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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