Wirtschaft

Trotz Umsatzdelle: Puma überrascht beim Gewinn

Puma steckt mitten im Umbau: Warum der Adidas-Rivale trotzdem Hoffnung macht – und was jetzt den Erfolg bestimmt.

30.04.2026, 09:24 Uhr

Puma startet mit gemischter Bilanz ins WM-Jahr

Der Sportartikelkonzern Puma ist mit rückläufigen Umsätzen, aber besseren Erträgen in das Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Vorstandschef Arthur Hoeld sprach von einem soliden Auftakt in das Übergangsjahr 2026. Nach seinen Angaben habe das Unternehmen Lagerbestände schneller als vorgesehen reduziert sowie das Sortiment gestrafft und operative Schwächen abgebaut.

Hoeld verwies zudem auf sportliche Erfolge der von Puma ausgerüsteten Athletinnen und Athleten im ersten Quartal. Bei den Hallen-Weltmeisterschaften in der Leichtathletik holten sie demnach 21 Medaillen und stellten beim Berliner Halbmarathon nationale Bestmarken auf.

Fußball-WM soll zusätzliche Impulse bringen

Auch bei neuen Produkten sieht sich Puma auf Kurs. So sei etwa ein eigens für den Fitnesswettbewerb Hyrox entwickelter Schuh erfolgreich eingeführt worden. Von der Fußball-WM in Nordamerika verspricht sich das Unternehmen zusätzliche Einnahmen, vor allem durch den Verkauf von Trikots. Puma rüstet unter anderem die Nationalmannschaft von Portugal aus, für die Superstar Cristiano Ronaldo spielt.

Zuletzt hatte Konkurrent Adidas für sein abgelaufenes Quartal das stärkste Geschäftsergebnis der Unternehmensgeschichte gemeldet.

Belastungsfaktoren für das Geschäft

Puma steckt weiterhin in einem Umbauprozess. Belastend wirkten vor allem der starke Euro sowie eine schwächere Nachfrage in der Region Europa, Arabien und Afrika. Der Umsatz ging um 6,3 Prozent auf knapp 1,87 Milliarden Euro zurück. Wechselkursbereinigt betrug das Minus ein Prozent.

Neben dem Wechselkurseffekt machte sich auch eine teils verhaltene Nachfrage bemerkbar. Hinzu kamen geringere Erlöse im Nahen Osten, die das Unternehmen auch mit den Folgen des Iran-Kriegs in Verbindung bringt.

Ergebnis verbessert sich trotz Umsatzminus

Bei der Profitabilität konnte Puma dagegen zulegen. Positiv wirkten sich die Auflösung von Wertberichtigungen auf Lagerbestände, niedrigere Transportkosten und ein höherer Anteil des eigenen Einzelhandels aus. Das bereinigte Ebit stieg um fünf Prozent auf 64,4 Millionen Euro. Kosten aus dem laufenden Sparprogramm sind dabei nicht berücksichtigt.

Unter dem Strich verbesserte sich das Konzernergebnis deutlich: von 0,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 26,5 Millionen Euro.

Wechsel im Finanzressort

Auch in der Unternehmensführung gibt es eine Veränderung. Mark Langer übernimmt zum 1. Mai den Posten des Finanzvorstands. Er folgt auf Markus Neubrand, der Puma zum 30. September verlassen wird. Langer war zuletzt Finanzchef bei Douglas und hatte zuvor bei Hugo Boss zunächst den Finanzvorstand und später den Vorstandsvorsitz inne.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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