Brauerei Wolters beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung
Die Brauerei Wolters hat beim Amtsgericht Braunschweig Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Das teilte die Hofbrauhaus Wolters GmbH mit. Als Ursachen nannte das Unternehmen eine anhaltend schwache Nachfrage sowie spürbar gestiegene Kosten. Ziel sei es, den laufenden Betrieb umfassend zu sanieren und die wirtschaftliche Basis neu zu ordnen. Zuvor hatte bereits die Braunschweiger Zeitung über den Schritt berichtet.
Der Antrag fällt in eine schwierige Phase für die gesamte Branche. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist der Bierabsatz in Deutschland im vergangenen Jahr so stark zurückgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Mit 7,8 Milliarden Litern lag er rund sechs Prozent unter dem Vorjahreswert und damit auch klar unter den Mengen aus den Corona-Jahren 2020 und 2021.
Auch Wolters sieht sich nach eigener Darstellung von dieser Entwicklung betroffen. Trotz des Insolvenzantrags soll der Geschäftsbetrieb weiterlaufen, wenn auch unter wirtschaftlich zunehmend schwierigen Bedingungen. Die Bezahlung der Beschäftigten sei gesichert, erklärte das Unternehmen.
Bei einer Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt die bisherige Geschäftsführung im Amt und steuert die Sanierung selbst. Überwacht wird das Verfahren von einem gerichtlich eingesetzten Sachwalter.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion