Trotz der hohen Nachfrage nach der Kaufprämie für Elektro- und Hybridfahrzeuge sind nach Angaben von Bundesumweltminister Carsten Schneider auch für das kommende Jahr noch genügend Mittel vorhanden. Gegenüber der Zeitschrift Auto Motor und Sport sagte der SPD-Politiker, wer sich jetzt für ein batterieelektrisches Auto entscheide und die Bedingungen erfülle, müsse nicht befürchten, dass die Förderung im nächsten Jahr ausgeschöpft sei.
Minister verspricht frühzeitige Hinweise bei knapper werdenden Mitteln
Schneider kündigte an, die Öffentlichkeit rechtzeitig zu informieren, sobald absehbar werde, wann die verfügbaren Gelder aufgebraucht sein könnten. Käuferinnen und Käufer sollten schon bei der Anschaffung verlässlich planen können und wissen, ob für ihr Fahrzeug noch ein Zuschuss möglich ist.
Nach früheren Angaben der Bundesregierung stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Damit sollen schätzungsweise rund 800.000 Fahrzeuge gefördert werden. Das Programm ist grundsätzlich für die Jahre 2026 bis 2029 vorgesehen.
Vorläufig keine Sonderregeln für Autos aus China
Eine Begrenzung der Förderung für in China produzierte Elektroautos ist laut Schneider kurzfristig nicht geplant. Änderungen am bestehenden Programm stünden derzeit nicht an. Innerhalb der Koalition gebe es allerdings bereits Einigkeit darüber, künftig europäische Wertschöpfungskriterien einzuführen. Sobald die Bundesregierung dafür europarechtskonforme Regeln ausgearbeitet habe, sollen diese in das laufende Förderprogramm aufgenommen werden. Einen konkreten Zeitplan nannte der Minister nicht.
Schneider verwies zudem darauf, dass die wachsende Nachfrage nach chinesischen Fahrzeugen kein deutsches Phänomen, sondern weltweit zu beobachten sei. Er zeigte sich dennoch zuversichtlich, dass der Marktanteil chinesischer Hersteller überschaubar bleibt. Bei den geförderten Fahrzeugen liege dieser Anteil derzeit je nach Berechnung zwischen 9 und 17 Prozent — abhängig davon, ob Gemeinschaftsunternehmen zu den chinesischen Herstellern gezählt werden oder nicht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber