Die stark gestiegenen Preise für Rohstoffe belasten Ford deutlicher als bislang angenommen. Der US-Autokonzern erwartet für das laufende Jahr inzwischen Mehrkosten von fast 2,5 Milliarden US-Dollar, nachdem zuvor nur etwas mehr als 2 Milliarden Dollar veranschlagt worden waren.
Hinzu kamen negative Folgen des Iran-Kriegs, der in der Region zu schwächeren Verkäufen führte. Im Geschäft mit Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sank der Umsatz dadurch um drei Prozent auf 27,1 Milliarden Dollar.
Trotz dieser Belastungen blickt Ford etwas zuversichtlicher auf die Gewinnentwicklung. Das Unternehmen stellt nun ein bereinigtes Vorsteuerergebnis von 10,5 bis 11 Milliarden Dollar in Aussicht. Damit wurde die untere Grenze der Prognose um 500 Millionen Dollar nach oben gesetzt.
Im Elektroautogeschäft gingen die Verkäufe allerdings deutlich zurück: Sie fielen um 31 Prozent auf 34.000 Fahrzeuge. Ein Grund dafür ist, dass Ford die elektrische Variante des großen Pick-ups F-150 aus dem Angebot genommen hat. Gleichzeitig verringerte sich der operative Verlust in diesem Bereich im Jahresvergleich von 1,4 Milliarden auf etwas mehr als 1 Milliarde Dollar.
Konzernweit sank der Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um zwei Prozent auf 49,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um gut 16 Prozent auf 2 Milliarden Dollar.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber