Der fränkische Kabel- und Bordnetzhersteller Leoni befindet sich inzwischen zu knapp drei Vierteln in chinesischem Besitz. Wie das Unternehmen mitteilte, hat der chinesische Konzern Luxshare seinen Anteil auf 74,9 Prozent ausgebaut.
Bereits im Jahr 2024 war mehr als die Hälfte von Leoni an Luxshare übergegangen. Zusätzlich hatte eine Tochtergesellschaft von Luxshare die Leoni-Sparte Automotive Cable Solutions vollständig übernommen.
Ein Anteil von 25,1 Prozent verbleibt weiterhin beim österreichischen Unternehmer Stefan Pierer. Er war 2023 im Zuge einer Sanierung bei Leoni eingestiegen, nachdem es zu einem Schuldenschnitt gekommen war, durch den zahlreiche Aktionäre ihr eingesetztes Kapital verloren.
Leoni produziert unter anderem Bordnetze und Kabelbäume für die Automobilindustrie. Weltweit gibt es in diesem Bereich nur wenige große Anbieter, weshalb Leoni als ein wichtiger Zulieferer für die Autobranche gilt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion