Die EU-Kommission hat den geplanten Einstieg des Bundes beim Stromnetzbetreiber Tennet Deutschland freigegeben. Nach Einschätzung der Brüsseler Wettbewerbshüter bestehen gegen die Transaktion keine kartellrechtlichen Einwände.
Wie bereits bekannt war, übernimmt der Bund über die staatliche Förderbank KfW für etwa 3,3 Milliarden Euro einen Anteil von 25,1 Prozent an dem Unternehmen. Tennet Deutschland ist der größte der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber und betreibt ein rund 14.000 Kilometer langes Höchstspannungsnetz von Schleswig-Holstein bis nach Bayern.
Der niederländische Mutterkonzern Tennet bemüht sich seit Längerem darum, sich von seiner Deutschland-Tochter zu trennen oder zusätzliche Investoren zu gewinnen. Zur Begründung verweist die Regierung in Den Haag darauf, dass die Finanzierung von Erhalt und Ausbau des deutschen Hochspannungsnetzes enorme Mittel erfordert und nicht zum Kernauftrag eines niederländischen Staatsunternehmens gehöre.
Mit der Energiewende wächst der Bedarf an neuen Stromtrassen erheblich. Tausende Kilometer zusätzlicher Leitungen sind nötig, um vor allem im Norden erzeugten Windstrom in die großen Verbrauchsregionen im Süden zu transportieren. Der Ausbau des Netzes wird daher Investitionen in Milliardenhöhe verschlingen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion